Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
Seite
907
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Neunhundert und stebeiiuudachtzitzste Nacht.

die Mameluken »nt den Geschenken folgen. Der Khan, entrüstet über einen solchenVerrath, ließ sogleich den bösen Vizier holen und befahl ihm, die Früchte, die er Za her-geschickt, selbst zu essen. Vergebens behauptete er, unwohl zu seyn und zu fasten: derKhan hätte sie ihm mit Gewalt einstopfen lassen, wenn nicht Zäher selbst um seineBegnadigung angehalten hätte, und so ward die Todesstrafe in einjährige Gefangenschaftverwandelt. Während aber jetzt Zäher und Raschid sich vor der Bosheit des schlechtenViziers geschützt glaubten, schrieb er im Gefängnisse dem Sohne des Khans, der einenTheil der Armee in den Provinzen befehligte und Raschids Tochter, mit der er schonverlobt war, unaussprechlich liebte:Der Sultan Zäher liebt leidenschaftlich deineBraut; ihr Vater, der, wie du wohl weißt, ein warmer Freund aller Muselmänner ist,wird ihn gewiß dir als Schwiegersohn vvrzieben; wen» du es daher nicht eilig verhinderst,so könnte er eines Tages mit deiner Braut und ihrem Vater das Reich des Khansverlassen und nach Syrien flüchten. Darum säume nicht, wenn deine Braut dir theuerist." Sobald der junge Prinz diesen Brief erhielt, brach er mit einer Abtheilung seinerSoldaten aus und übersiel nächtlich das Landbaus, das Zäher bewohnte. Dieser tratsogleich in's Freie und kämpfte wie ein Löwe an der Spitze seiner Mameluken und derbekehrten Diener aus dem Hause Raschids, die aber im Ganzen nur auf hundert undZwanzig Mann sich beliefen, während der Prinz zweitausend bei sich hatte. Schon hatteer die Hälfte der Perser niedcrgehauen, als sein Häuflein, das bis auf zwanzig Mann