822 Neunhundert und sechzigste Nacht. >
Stadt kam, dessen Thor gleich hinter ihm wieder geschlossen ward, ahnte er wohl irgend!einen Verrath, denn alle Straßen, durch die er bis zur Citadellc kam, wo Fartimapun !ihn erwartete, waren mit Soldaten gefüllt, welche mit gezogenem Schwerte ihn tlieilsmit drohender, theils mit höhnisch lächelnder Miene ansahen. „Was bringst du,Beibars?" fragte ihn Fartimapun, als er endlich mit vieler Mühe sich durch dieausgestellten Soldaten bis zur Citadelle durchgedrängt hatte. „Einen Brief von Salech,"antwortete Bei bars und überreichte ihn dem König. Dieser las den Brief, welcher ihmmit dem Verluste seines Reiches und seines Lebens drohte, wenn er nicht ungesäumt JmadEddin und die übrigen Gefangenen herausgebe. „Ich fürchte Salech und sein Heer nicht,"sagte Fartimapun, als er den Brief gelesen hatte, und auf einen Wink stürzten Soldatenherein, welche Beibars und seine Ritter entwaffnen wollten. Aber diese, statt in einerverschlossenen Stadt gegen eine tausendfach überlegene Zahl Truppen zu kämpfen, sprangensogleich auf den König zu, nahmen ihn in ihre Mitte und sagten ihm: „Befiehl deinenLeuten, sich zu entfernen; wagt es Einer, uns zu berühren, so bist du des Todes." Als iFartimapun sich von Beibars und seinen Leuten umringt sah, die Alle mit gezückten,;Schwerte dastanden, blieb ihm nichts übrig, als seinen Truppen zu befehlen, den Saal ^zu räumen. „Jetzt folge uns bis zur Stadt hinaus^" sagte Beibars, nachdem er wiederallein mit Fartimapun war, „und gib den gerechten Anforderungen Salechö nach, iwenn dir dein Leben theuer ist." Fartimapun ließ sogleich Jmad Edvin aus dem!Gefängnisse holen, entließ seine Truppen und begab sich mit Bei bars und seinen zehn! Rittern, welche einen doppelten Kreis um ihn bildeten, zur Stadt hinaus in's musel-^
I männische Lager. Bcibars sandte sogleich einen Boten an Salech nach Kahira ab, jI zog mit seinem königlichen Gefangenen nach Damaskus und ließ ihn in der dortigen ^
! Citadelle eingesperrt bis auf weitere Nachrichten von Salech. Als aber Beibars in!der Nacht seine ehemalige Herrin Fatma besuchte, ward er plötzlich von zwei Männer» ^ergriffen; er fiel bewußtlos in des Einen Arm, und als er wieder zu sich kam, fand er!sich gefesselt in einer Höhle, und die zwei Männer standen vor ihm und verhöhnten ihn.!Aber plötzlich kam Jemand mit gezogenem Schwerte hcrbeigesprungen, tödtete den Einen,!verwundete den Andern und entfesselte Beibars.
In der folgenden Nacht fuhr Schehersad also fort:
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