Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

«L

LML

Neunl-un-ert und zu>eiurr--reißigste Nacht.

Dalilah erwiderte:Wer meine Tochter Seinab hei'ratbe» will, darf keineGefahr scheuen; übrigens wird ohne Siraks Zustimmung meine Tochter nicht hcirathcn."Ali »ahm diese Bedingung an und gab ihr ihre Tauben zurück. Sobald sie fort war,baten ihn Hasan und Ahmed, sein Vorhaben aufzugcbcn und sich um eine andereGattin zu bewerben; allein er gab ihnen kein Geber, ließ sich Franeulleidcr bringen,verkleidete sich als eine vornehme schwangere Frau und ging auf die Straße, nahmeinen Esel, stellte sich dem Eseltreiber als die Gemahlin deS Obersten Hasan vor, undritt mit ihm durch die Stadt, bis er an dem Laden Siraks voriiberkam. Da sagteer zum Eseltreiber:Ich rieche so gute gebackene Fische, daß es mich darnach gelüstet;geh und laß dir einige von dem Fischhändler geben. Während aber der Eseltreiberinit Sira k um ein Stückchen Fisch hcrumstritt, zerdrückte Ali eine Blase voll Hammelsblut,die er zu sich unter den Nock genommen hatte, und schrie:Wehe mir! meine Leibesfruchtist dahin!" Als Sirak das Blut zu den Füße» Ali's sah, erschrack er so sehr, daßer ans dem Laden in sein Wohnzimmer floh; Ali benützte diesen Augenblick, um nachdem Beutel zu greifen, der im Laden hing, sobald aber Sirak den Klang der SchellenHörle, sprang er heraus und sagte:Deine List ist dir nicht gelungen, du sollst aberan deine Verkleidung denken," und warf ibm daraus so lange bleierne Kugel» nach,bis er fern war.

Beschämt kam er wieder zu Hasan Schuman, warf seine Franenkleider von sichund zog die eines Stallknechts an. Er ging wieder zu Sirak und forderte so vieleFische von ihm, daß er in die Küche gehen mußte, um frische zu backen; unterdessensuchte Ali den Beutel loszumachcn, aber die seidene Schnur vcrrieth ihn wieder, und