012 Achthundert und stcbcnu»d»c»»)igste Ilacht.
ich mich vor einem Götzen verbeugen, der weder nützen noch schaden kann? Ich werdenur Den anbeten, der mich geschaffen, der mir Augen zum Scheu, Fuße zum Gehen undOhren zum Hören gegeben hat. Es gibt nur einen einzigen Gott, der den Tag unddie Nacht geschaffen, die Sonne und den Mond, dem nichts auf Erden oder im Himmelverborgen ist, darum rathe ich auch dir, den Götzendienst aufzugeben und den einzigenGott anzubeten, dann wirst du von der Hölle befreit und kannst einst das Paradies,das mit Huri und schönen Knabe» gefüllt ist, bewohnen. Mudsil sprang zornig auf,als er dies hörte, und sagte: Vor einem Manne, wie ich bin, wagst du es, so z„lästern? Er rief dann einen seiner Diener und befabl ihm, einen der vier Löwen zuschlachten und ihn ihm zu bringen. Der Sklave schlachtete den Löwen, und nachdem erihm die Haut abgezogen hatte, machte er einen Braten daraus und reichte ihn demKönige, welcher ihn in einem Augenblicke verschlang. Dann ließ er das Zelt aufschlagc»,in welchem wir uns eben befinden, und befahl den beiden Sklaven, die du getödtet,mich zu foltern, bis ich meinen Glauben abschwöre; was aber aus meiner Brautgeworden, weiß ich nicht. Das ist Alles, was ich zu erzählen weiß/
,Verzage nicht/ rief ich ihm zu, cherjeuige, der mich zu dir gesandt, ist auch mächtig
genug, deine Braut zu befreien/ Ich rief dann Misram und befahl ihm, mich zuMudsil zu führen und die Braut Hat eins zu befreien. ,Folge mir/ sagte Misram;,Mudsil hält sich setzt im Leopardenschlosse auf, das drei Tage weit von hier liegt/Ich machte mich mit Hatem und Misram auf und lief wieder drei Tage lang über
Berge und Thäler, ohne müde zu werden. Am dritten Tage sagte uns Misram:
,Bleibt liier sitzen, bis ich wiederkehre/ Ich unterhielt mich unter einem Baume mehrereStunden lang mit Hatem; auf einmal sahen wir in der Ferne einen dicken Staubaufsteigen, dann kamen fünfhundert Reiter auf arabischen Pferden zum Vorschein, mitindischen Lanzen in der Hand und davidischen Panzern auf der Brust. Als sie inunserer Nähe waren, trat ein Reiter von riesenhafter Gestalt aus ihrer Mitte, derganz in Eisen gehüllt war. Hatem schrie: ,Wche uns, das ist gewiß Mudsil, wennder mich sieht, so bringt er u»S Beite um/ Ich nahm schnell die Klinge aus demBeutel und setzte sie zusammen; da rief mir aber der Reiter mit einer donnerndenStimme zu: ,Stecke dein Schwert ein, mein Herr Dsaudar, ich bin Misram, undkomme mit meiner Schaar, um für Turasa, die Braut Hatems, gegen Mudsil zukämpfen; wir sind hier ganz in der Nähe seines Schlosses, bleibe du nur noch hier,bis ich dich rufe/ Er kehrte dann zu seinen Kriegern zurück, ließ in die Trompete
stoßen und die Fahnen entfalten, und ritt gegen das Schloß. Als Mudsil Kriegs-