Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
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Ltchlhundert und stebenzigste Nacht.

H)?an ist bis jetzt nicht ganz einig darüber, welche Strafe Salomo dem Wiedehopfzugedacht hatte. Die meisten Gelehrten meinen, er wollte ihm alle Federn an denFlügeln nnd dem Schweife heransziehen und ihn dann so lange der Sonne ausgcsctztlassen, bis ihn die Ameisen fräßen; Andere behaupten, er wollte ihn mit Harz

beschmieren und der Sonne anssetzen; wieder Andere, er beschloß, ihn von seinembesten Freunde zu trennen, oder ihn zu nöthigcn, einen seines Ranges zu bedienen,oder ihn mit seinem größten Feind in ein Gefängniß zu sperren. Er befahl

daher dem Adler, sogleich den Wiedehopf zu holen. Der Adler schwang sich

so hoch in die Luft, daß die Welt unter ihm sich wie eine gewöhnliche Schüssel

ausnahm, dann sah er sich links und rechts um, bis er den Wiedehopf von JemenHerkommen sah, da ließ er sich zu ihm herab und wollte ihn packen. Der Wiedehopfbeschwor ihn aber bei Salomo, er möchte ihm nichts zu Leide thun. »Mögedeine Mutter dich beweinen," rief der Adler ihm zu:Salomo hat dich vermißtnnd geschworen, dich auf's strengste zu bestrafen." Er führte ihn dann vor Salomo,