Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
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Achthundert und neunzehnte Nacht.

Äber der Derwisch folgte Abd Arrahman mit vielen Leuten bis vor seineHausthüre. Da wendete er sich um und fragte ihn:Was willst du, Derwisch, und warumweinst du so?" Er antwortete:Ich möchte diese Nacht dein Gast seyn; nimm michauf, denn ich bin ein Gast Gottes!"Du bist mir willkommen!" antwortete AbdArra hinan, dachte aber bei sich: Ich werde aufpassen, und erlaubt er sich die geringsteUnanständigkeit gegen meinen Sohn, so bringe ich ihn um. Er führte ihn in einGemach, hieß Zeitmond ihm Gesellschaft leisten, sagte ihm aber vorher:Setze dichneben den Derwisch und scherze mit ihm; ich werde durch die Oeffnung von oben herunterzusehen und ihn tödten, wenn er dir zu nahe tritt." Der Derwisch hörte nicht auf, zuweinen und Zeitmond anzusehen, ohne ihn jedoch zu berühren, bis das Nachtessenaufgetragen wurde. Einige Zeit nach dem Essen'ging Abd Arrahman weg und sagteseinem Sohne:Schlafe du beim Derwisch, vielleicht bedarf er deiner in der Nacht."Als aber der Derwisch für dieses Anerbieten dankte und betheuerte, er schlafe immerganz ruhig nach dem Gebete, war Abd Arrahman überzeugt, daß er ihm durchseinen Verdacht sehr Unrecht gcthan.

Am folgenden Morgen bat er den Derwisch, ihm doch zu sagen, warum er seine»Sohn stets mit Thränen in den Augen angesehen. Nach einigem Zögern begann der