Siebenhundert und sünsundstobeiizigste Nacht.
worin auf einer weißen marmornen Säule ein Kästchen von Ebenholz stand. Bulukiaöffnete es und fand darin ein anderes, goldenes Kästchen; er öffnete auch dieses undsah ein Buch darin, auf dessen Außenseite geschrieben war: Ein Prophet mit NamenMohammed wird einst aufstehen (Gott sey ihm gnädig und bewahre ihn!), der istder Herr aller ihm Vorangegangenen und ihm Nachfolgenden.
„Als Bulukia diese Worte gelesen, ward er ganz rasend vor Liebe zu Mohammed;er versammelte die Großen und die Priester seines Volks, machte sie mit dem Buchebekannt und sagte ihnen: Mein Vater verdient, daß ich ihn aus dem Grabe hervorzieheund verbrenne, weil er mir dieses Buch verborgen hat, das er gewiß aus der Toraoder aus den Büchern Ibrahims ausgezogen hat; wie mochte er ein solches Buch sosorgfältig verschließen und Niemanden damit bekannt machen!" Aber die Vornehmender Söhne Israel widersetzten sich einer solchen Handlung und sagten: ,Laß ihn nun inder Erde ruhen, Gott hat ihn zu sich genommen ff Bulukia ging dann zu seinerMutter und sagte ihr, was er in der Schatzkammer seines Vaters gefunden, und erklärteihr, daß er nun Mohammed so leidenschaftlich liebe, daß er alle Länder durchziehenwolle, bis er mit ihm zusammenträfe, sonst müsse er sterben. Er zog sogleich einNeisekleid an und bat seine Mutter, nicht zu unterlassen, für ihn zu beten. Die alteKönigin weinte und sagte: ,Was wird aus mir werden, wenn du fort bist?^ Aber ererwiderte: ,Jch kann unmöglich länger hier bleiben ff und reiste fort in der Richtung»ach Syrien, ohne einen Menschen in diesem Lande zu kennen. Als er an's Ufer deSMeeres kam, fand er ein Schiff; er bestieg es und ward auf eine Insel gebracht. Dastieg er an's Land und schlief ein. (Gepriesen sey Der, welcher nie schläft!) Unterdessensegelte das Schiff weiter, und als er erwachte, war es schon fort und hatte ihn alleinauf der Insel zurückgelassen. Als er weinend auf der Insel umherging, begegneten ihmSchlangen, so groß wie Kameele und so lang wie Dattelnbäuine, die Gottes Lobverkündigten und für Mohammed beteten, worüber er sehr erstaunte."
In der nächsten Nacht setzte Schehersad die Erzählung der Schlangenkönigin mitderen eigenen Worten fort: