Siebenhundert und sechsundfünszigste "Nacht. NI
und sagte: „Unterhalte dich einstweilen damit, ich muß nur schnell etwas besorgen, dann !komme ich wieder." Der König setzte sich-und fing an, in dem Buche zu lesen; es!enthielt Warnungen gegen den Ehebruch und die Strafen, die Gott über den Ehebrecherverhängt. Da überfiel ihn ein Schaudern und er beschloß, sich zu bekehren. Er riefsogleich die Frau, gab ihr das Buch und ging fort. Als der Gatte dieser Frau nachHause kam, erzählte sie ihm das Vorgefallene. Er war sehr verlegen und fürchtete sich,der König möchte doch noch nach ihr gelüsten, und wagte es nicht mehr, von jenemAugenblicke an, sie zu berühren. Nach einiger Zeit erzählte die Frau ihren Verwandten,daß ihr Gatte nicht mehr seine Pflichten gegen sie erfülle. Da führten sie ihn zum Königund sagten: „Gott verherrliche unfern König! Hier ist ein Mann, der ein Stück Land vonuns gepachtet hat, um es anzubauen und zu besäen, das hat er auch einige Zeit langgcthan, nun aber läßt er es brach liegen; er besät es nicht mehr, und doch gibt er csuns nicht zurück, daß wir es durch einen Andern besäen lassen, und so fürchten wir,das Land möchte, wenn es nicht wieder bebaut wird, zu Grunde gehen.
Schehersad erzählte in der folgenden Nacht weiter:
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