920 Siebenhundert und nri)t 3 fl)iitr Uarfjt.
bad eine aud^ogen, naeßbem fte ißn »orßev tüchtig burcßpriigelten. ©er fromme Sßanbercrfcßric: „Sßebc eud;, ibr Uebeltßäter, icß bin ein armer fpilger, trab tßut ißr mit meinemKleibe? ßaßt mir cd, ober id; »erfrage eud; beim Regenten." Sie antworteten: „SÖBtrßatibcln naeß bem ©efeble bed Regenten; tbue, wad bu miliß!" ©a bad;te ber Sßanbercrbei ßcß fetbß: 3d; wii( einmal jum Regenten gefeit unb fepen / ob biefe Ceute bie SÜSaprpettfagen. Ger crfunbtgte ßcß naeß bem föntglitpen Sßalaße; aber ald er pineintreten wollte,hielten ißn bie Pförtner auf nnb mißbanbclten ißn. fRun baepte er: @3 bleibt mirnitptö Slnbcred übrig, ald 31t warten, bid ber König audgeßt, bann will id; ipnt Hagen,wad mir wiberfapren. Sßaßrenb er fo bacpte r pörtc er, wie 3emanb aud bem fßalaßefagte: „©er König gebt auf bte 3agb." 25a freute er ßcß febr unb ßellte fiep auf beitSßeg, wo ber Völlig »orbeircitcn nutzte, grüßte ibn unb fagte: „D König, b^ve meineKlage! 3d; bin ein armer Sßanbever, werbe überall gut bebanbett, wohin icb michwenbe; ald ttp aber bisher fatn, ftefen bct’ne Seute über mieß b fr ^ feptugen mich unbjogen mir ein Klet'b aus; nun bitte id; biep um beinen ©eißanb." 25a fagte ber König:„Sßer hieß btep ald grember meine Stabt betreten?" 25er Sßanbever antwortete: „3d;ßabe gefeßU, 0 König, id; will nie mehr biefe Stabt betreten, laß mir nur mein Kletbjurüefgeben." ©er König »erfegte: ,,©u beHagft bieß, baß wir bir bein Kletb genommenunb freueß hieß nießt, baß bein Ccben »erfeßont geblieben; morgen witi tep bir aueß badSeben nehmen." pierauf ließ ißn ber König cinfperren. ©er Sßanbercr bereute cd, nieptfein Cebcn gerettet unb Heber fein Kleib aufgegeben ju haben. Slld cd 5Kad;t warb,
betete er: „D ©ott, bu fennß meine Cagc biefem ©grannen gegenüber, id; flehe biepan, rette mid; aud feiner panb unb beßrafe biefen gewatttpatigen SKann, ber Sinneunb grentbe unterbrächt; bu biß boeß ber gereepte unb allwtßenbe Dticßter." ©er
©cfängnißwäcßter, ber biefed ©ebet pörtc, boepte, ald um 5Diitternad;t ein ©ranb
audbraß), ber ben König mit feiner ganjen gamilie »erjeßrte unb bie ganje Stabt in
Slftße »evwanbelte, bad iß gewiß nur in golge brä ©ebetd bed SBanbererd gefeßeßen;er befreite ißn baßer unb rettete ftep mit ißm in eine anbere Stabt.
„So, mädßiger .perr, enben ungereeßte ©grannen: ße werben ßier »01t Sillen»erßud;t, unb ©otted Strafe harrt ißrev in jenem Seben. Sßir aber, 0 König, banfenSDforgeitd unb Slbenbd bem perrn, baß er und einen fo. eblen unb befd;ügcnbcit Ferritgefeßenft. SSBir waren nur barübev betrübt, baß er bir einen Gerben »erfagt, unbfiircßteten, ed möd;te bir 3emanb folgen, ber bie ©reue gegen und »erlege. Drän ßataber ber gticibige ©ott und aueß »on biefer Sorge befreit, inbem er bid; mit einemSoßnc gefegnet, ben er in bauernbem 3iußm unb ©lüd bir nacpfolgen laffe!"