5J4 S'edjsljunbi’rt uitb fünfte lladjt.
Sauer beiner Ütebc ocrlaffen fann, bin ich anderer Anftcht geworben uitb gewähre birbtefe Srlaubnifj, feboch nur unter Gritter SBcbingitug: bu mufft mir nämlich jttoorfd;wören, baff beinc Abwefenbcit nid)t lange wahren uitb bu balb ju mir juriidfehrenwillft. 25u bavfft bich über btefe Scbingung ntcf;t ärgern; beim tcf> tnad;e ftc ntcfjt aud2)tihtraucn, foitbern nur, weil ich junt SSoraub weiff, baff ftc bir nach ber Ueberjeugung,bie ich fo eben oon ber Aufrichtigfeit beiner fliehe audgcf:prcd)en Ijabe» nicht läfitgfci)n wirb."
25er ft'rittj 21 cbntcb wollte ftd; ber gce ju git heu werfen, um ibr feinen innigen®anf ju bejeigen, allein ftc lieft cd nicht ju. „Königin mctitcd cSjerjeiid," fagte erju ihr, „ich crfetitte ben SBerth ber ©nabe, welche bu mir ermeifeft, in feiner »offen©rohe, allein ed fehlt mir an SEBorten, um bir nach ©cbühr bafitr ju taufen. 3<bbcfchwore bich, ergänje in ©ebanfeit, wad ich nid?t audjubrüdett oermag, unb fepüberjeugt, bah Allcd, wad bu bir felbft barüber fagen magji, weit hinter bem jurüeffteht,wad ich i» meinem £erjcn eitüpftube. 25it f)aft fein rcdjt, wenn bu glaubjt, baff ber
©d;wttr, ben bu oon mir ocrlangft, mir nicht fdjwer fallen werbe; id; letfie ihn birum fo bereitwilliger, ald ed mir fortan untitöglid) wäre, ohne bich ju leben. 3$ nullalfo abreifen; aber bie Silfcvtigfeit, womit ich juriicffchren werbe, foll bir heweifen,bah ich nicht fowobl aud gitrd;t oor einem ÜJteineib time, foitbern weil ed bietnncrfic Steigung mcined ^erjettd ift, mein ganjed Sebcn an beiner ©eite jujubrtttgen,unb wenn ich nttcl; manchmal mit beiner ©enebmigung entferne, fo werbe ich ffetdburd) fchneflc Sfücffehr bem Äutnmer ju begegnen wiffen, ben eine allju lange Abwefenbettmir »erttrfathen mühte."
s J)art 23anu war im Snncrjien erfreut über biefe 3?erftthcrung bed ^rinjett, weil
fic baburch oon allem SSerbacht gegen ihn unb ber furcht befreit würbe, bah fein
heftiged Verlangen, ben Sultan oon 3>nbicn ju fehen, nur ein fd;etnbarer SSorwaubfepn möchte, bad ihr gegebene Söort ju brechen. „ s }Jrtiij," fagte fte ju ihm, „bu fannftabreifen, fobalb ed btr beliebt; nimm mir aber nicht übel, wenn ich bir juoor einigeSBinfe über bie Art unb SQSeife gebe, wie bu bich auf biefer Steife am befielt benehmenfannft. gür’d erfte heilte ich ed nicht für angenteffen, bah bu bem ©ultan, beinernSJSater, oon nuferer SSerbiitbung ober oon meinem ©tanbe, fo wie oon bem Drteerjähleft, wo bu bich niebergelaffen unb feit ber SErennuiig oon ihm beinen Aufenthalt
genommen h«P* ©ttte ihn, er möge fleh mit ber äkrfttherung begnügen, bah bu
glüdlich fepeft unb bir nichtd mehr wünfchefl, fo wie bah ber einjige ©runb beinerSteife ju ihm bie Abftcbt gewefen fep, ihn oon feiner unruhigen Seforgnifj über betn