Druckschrift 
3 (1841)
Entstehung
Seite
247
Einzelbild herunterladen
 

/ihtAjunticrt tntb fYdjsunbiiifrjigfU 247

allein ber Dbcrfte ber 2 ;I)itvfte^ev, ber tbu auf 33cfebl beb ©ultanb bort erwartete, tief?eb nicht 31 t unb begleitete ihn bis an beit grofieu 23crfantmlungb = ober Slubtrnjfaal/ woer tbut abftetgen f>atf, obwohl Sllabbin fiel; febr bagegen firaubte unb eb nicht bulbenrvelfte: er fonnte eb aber ntdfjt ^tnbern. 3 nbefj bilbeteit bie Stbürfieber am Stngangebeb ©aaleb eine bobbcltc 9?ctbc. 3br Dberfter ging jur Ctnfen 3llabbtttb unb führteihn mitten bureb fte btnburcb btb 311 m £b vone beö ©ultanb.

3llb ber ©ultan Sllabbtn erbltcfte, war er eben fo übcrrafdjt bureb feine reicheunb fjracbtboße Äletbung, bergletcben er felbft nie getragen b^i^/ alb auch befonberbbureb feinen ebten Slnflanb, feinen herrlichen SOßucbb unb feine würbeooße Haltung, bteer um fo weniger erwartet fyatte, alb fte oon bem niebrtgen SIngttg feiner ÜÄuttcrbintmelwcit berfetjieben war. ©eine 35erwunberung unb Ueberrafßjung binberte ihn inbebnicht, aufjufieben unb jwei ober bret ©htfen beb S£b*b lleö bevabgufletgen, bannt Sllabbinftcb nicht X» feinen güfjeit werfen unb er ibn freunbfebaftiieb umarmen fonnte. fftacbbiefer #öflicbfeit wollte ftcb Slfabb in gleichwohl bor t'bm nieberwerfen, allein ber ©uftanhielt ibn mit eigener£anb jurücf unb nötigte tbn, bevaufäufieigeit unb ftcb jwifeben ibnunb beit ©robbejier ju fegen.

hierauf nahm 31 labbin bab SBort unb fpracb:£>err, ich nehme bte ©bve, biebu mir erjeigft, an, weil eb bir in beitter ©nabe beliebt, fte mir ju erwet'fen; erlaubemir aber, bir 31 t fageit, bafj ich nicht bergeffen höbe, wie t'<b bet'u geborner ©flabe bin,baf? ich bte ©röfie beitter SDiacbt fenne unb wohl weif?, wie tief meine £erfunft michunter ben ©lanj unb bie £>errltß;feit beb b°h en Siangeb fiellt, in welchem bu flebft.Sößentt ich bureb irgenb Gftwab einen günfltgen (Sntpfang berbient haben füllte, fo gefiebeteb, bab tcb tb« blob fetter bureb einen reinen 3 ufaü beranlabten Kühnheit berbanfe,bte mich bewog, meine Slugen, ©ebanfen unb SGBünfc^e bib ju ber göttlichen fPrinjefftnju erbeben, bte ber ©egenftanb meiner ©ebnfuebt tfi. 3 $ bitte btcb für btefeSßerwegenbeit um Sßerjeibuitg, grober $öntg, aber ich fantt nicht befehlen, bab ichbor ©cbinerj fterben würbe, wenn ich bie Hoffnung aufgeben mübte, meinen SBunfcherfüßt 311 feben."

Stteitt @obn," antwortete ber ©ultatt, inbem er ihn aberntalb umarmte,buwürbejt mir Unrecht tbun, wenn bu auch nur eineu Slugenblicf an ber Slufricbtigfettntetneb Söerfprecbenb jweifeltt woßteft. 35etn Seben ift mir fortan ju tbeuer, alb bab ttbeb nicht burch Darbietung beb £etlmittelb, worüber t<h berfügen fann, ju erhaltenfuchen foßte. 3 $ gt'ebe bab SSergnügeit, bich ju feben unb ju hören, aßen meinen unbbeinen ©cbägen oor."