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denkt wie ihr über Sprachartcn, dme weiteres denStab brechen?
Antwort. Die Beobachtung ist in Beziehung aufEntstehung neuer Formen aus früheren auf sprach-lichem Gebiete leichter und in grösserem Maassstabc an-zustellen, als auf dem der pflanzlichen und thierischenOrganismen. Ausnahmsweise sind wir Sprachforscherliier einmal im Vortheile gegen die übrigen Naturforscher."Wir vermögen wirklich an manchen Sprachen gerade-zu nachzuweisen, dass sie in mehrere Sprachen, Mund-arten u. s. f. auseinander gegangen sind. EinigeSprachen und Sprachfamilien kann man nämlich durchmehr als zwei Jahrtausende hindurch beobachten, dauns mittels der Schrift das im wesentlichen treue Bildihrer früheren Formen überliefert ist. Dies ist z. B.beim Lateinischen der Fall. Wir kennen sowohl dasAltlatcinische, als die durch Differenzierung und durchfremden Einfluss — Ihr würdet sagen durch Kreuzung— nachweislich aus ihm hervorgegangenen romanischenSprachen; wir kennen das uralte Indisch, kennen die zu-nächst aus diesem gewordenen Sprachen und die weiter-hin von diesen stammenden neuindischen Sprachen. Sohaben wir festen und sicheren Beobachtungsgrund.. Wasbei denjenigen Sprachen, die wir zufällig deshalb solange Zeiträume hindurch beobachten können, weil diesie redenden Völker glücklicherweise aus verhältniss-mässig früher Zeit Schriftdenkmale hinterlassen haben,wirklich vorlicgt, das muss auch bei den anderen Sprach-sippen vorausgesetzt werden, denen dergleichen Bilderihrer früheren Formen abgehen. \ Wir wissen also ge-radezu aus vorliegenden Beobachtungsreihen, dass die