Der Kreuzzng des Grafen Richard von CornwalliS. 610
halt dem Willen des römischen Stuhls sich unterwerfenwürde. Richard kehrte, da er diese Forderung für ebenso ungerecht als unverträglich mit der Würde seinesSchwähers achtete, unwillig über des Papstes Eigensinnund den Trotz der Römer zurück nach dem kaiserlichenHoflagcr, wo er noch zwey Monate verweilte^). Erbewog jedoch, als noch während seines Aufenthals in Apu-lien der Papst Gregor starb ^), den Kaiser, in dem gan-zen Umfange seiner Staaten den Frieden mit der römi-schen Kirche verkündigen zu lassen ^).
Mit dem Gefühle, für die Wiederherstellung des Frie-dens sowohl in Syrien als in den abendländischen Staa-ten des Kaisers Friedrich redlich gewirkt zu haben, setzteder Graf Richard im Herbste des Jahrs 1241 seine Reisenach England fort, in Begleitung des Grafen Amalrichvon Montfort und der übrigen französischen Pilger, welchemit ihm nach dem Abendlands zurückgekehrt waren; nach-dem er selbst mit edler Freygcbigkeit diese Pilger, welcheohne Geld und Kleidung waren, mit allen Bedürfnissenreichlich versehen, und auch der Kaiser Friedrich sie mitGeld beschenkt hatte ^). Auch die italienischen Städte,durch welche der Graf zog, wetteiferten wie zuvor die sici-lischen und apulischen in Ehrenbezeigungen, und die Bür-ger der Stadt Crcmona gaben dem Zuge, in welchem siedem englischen Pilgcrfürsten entgegen kamen, dadurch eineneigenthümlichcn Reiz, daß sie mit sich einen dem Kaiser
29) IVI.itchsk. I'aris 11. 569. Im (gan-zen verweilte der Graf Richard deydem R'atser fast vier Monate. IVlacUr.i.'uris 575.
Jv) Am 2i. August »rgi. rViailU.
I>;rriz 9. Z74. Hicli.-r,«!. st«: <-^r-
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Zll) 1'.n.i5 p. Z7Z.
Z2) .I'arit, t. c.