Der König von Navarra in Syrien. 587
gund, der Grafen von Bar und Montfort und vieler 2 . §hr.andrer Kreuzfahrer dergestalt, daß sie beschlossen, einenZug an die Gränze von Aegypten zu unternehmen, wosic ebenfalls eine reiche Beute zu gewinnen hofften, unddurch die Wiederherstellung der Mauern von Askalonihrem Namen ein rühmliches Denkmal im gelobten Landezu stiften").
Die Barone und Ritter des Königreichs Jerusalemhielten es zwar nach der Ankunft eines so zahlreichenPilgerhccrs nicht mehr für nöthig, den Waffenstillstand,welcher von dem Kaiser Friedrich mit dem verstorbenenSultan Aschraf und Kamel geschlossen worden und bereitsabgclaufcn war, langer zu beobachten; vielmehr beeiltensie sich, die zerstörten Mauern von Jerusalem, welche nachden Bestimmungen des Waffenstillstandes nicht wieder her-gestellt werden durften, in haltbaren Stand zu setzen,und erbauten ein festes Schloß an der westlichen Seiteder heiligen Stadt"). Dennoch ermahnten sie die frem-den Pilger zur Vorsicht und widerriethen ihnen den be-schlossenen Zug an die Gränze von Aegypten als unzweck-mäßig und gefährlich. Der König von Navarra gabihren Gründen Gehör und ließ als oberster Befehlshaberdes Heers der Pilger im Namen Jesu Christi den Befehlverkündigen, daß kein Pilger das Lager bey Ptolemaisverlassen sollte"). Der Herzog von Burgund aber unddie übrigen ihm gleichgesinnten Pilger erklärten, daß siein keiner andern Absicht nach Syrien gekommen wären,
11) MaNli. varis I. 0. 6uil. ävdtang. I. L. Hugo Plagvn p. 720.Mar. Saninin; i>. 21Z. Nach Wilhelmvon Nanais waren anstcr den imTexte genannten Fürsten auch die Rit-
ter Richard von Chanmont und An-selm de l' JSle Anstifter des verwege-nen ZngcS nach Gaza.
12) Iwiiiaiist a. a. id. N- 439-IZ) Micliauä a. a. ld.