584 G e sch ichte der K o e u z z ü g c. Dl, ch VII, K n p. XVII.
i. Ehr.-VY,
Siebzehntes Kapitel.
Au der Zeit, in welcher die französischen Kreuzfahrernach Syrien kamen, waren die Reiche von Damascns undAegypten in einer Verwirrung, welche einem wohleingc-richteten abendländischen Heere es hatte möglich machenkönnen, große Vortheile daselbst zu erlangen. Der Sul-tan Malek al Aschraf war schon im Herbste des Jahrs 12Z7gestorben'), nachdem er in den letzten Monaten feinesLebens mit feinem Bruder, dem Sultan Kamel von Aegyp-ten, in Feindschaft gerathm war; und Kamel endigteebenfalls sechs Monate später im Mär; 12Z8 sein Le-ben 2), als er nicht lange zuvor feinen Bruder Malekas Salch Jsmael, Fürsten von Baalbek und Basra, welchervon Aschraf zum Erben von Damascns eingesetzt wordenwar, aus dieser Stadt vertrieben und derselben sich be-mächtigt hatte'). Malek al Adel, der Sohn des Sul-
1) Aschraf starb im Monate Mo-harrcm des Jahrs d. H, özz (vom2z. Aug. bis 2i. Sept. -237). Lvnl-kccl. ,Vnn. m08l. IV. I-. § 23 .
2, Kamel starb am 21. Nadschcb Ü35(6. Marz 123g). Hmiliaa I 0. i'. 430.Nach der Erzählung des MatthäusParis (aä L. 123g. p. 47l) vermachteKamel in seinem Testamente Len kran-ken Christen im Hospital (zu Jerusa-
lem) vieles Geld und vielen gefange-nen Christen dis Freyhcit; und derKaiser Friedrich betrauerte schmerzlichden Tod dieses SultanS, welchernach dem Zeugnisse des MatthäusParis grvßmüihig und edel war undder Christen so sehr schonte, als Ihmdie Strenge seines Gesehcs »erstattete.
3) . 4 ,duIIvsta I, c. z>. 428-