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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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Judenverfolgung.

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verlangten, daß die Geistlichkeit und das Volk in fcyer-^A"'lichem Zuge, in festlicher Kleidung und mit Bannern undbrennenden Wachskerzen ihnen entgegen kommen sollten.

Noch mehr aber als durch diese Anmaßung, welche Bet-telmönchcn wenig geziemte, erregten die päpstlichen Krcuz-prediger allgemeines Mißfallen durch den Leichtsinn, mitwelchem sie diejenigen, welche durch ihre Predigten sichhatten bewegen lassen, das Zeichen des heiligen Kreuzeszu nehmen, für Geld von der übernommenen Verbindlich-keit wieder befreyten, und diejenigen, welche Geld steuer-ten, desselben Ablasses theilhaftig machten, welcher denKreuzfahrern war zugesagt worden. Dadurch brachten siecs dahin, daß der Eifer der Christen für die Sache desKreuzes erkaltete

Eine schlimme Folge jenes leichtsinnigen und hab-süchtigen Verfahrens der Kreuzprediger war, daß mitAusnahme von Frankreich und England in den übrigenLandern nur die armen und dürftigen Kreuzfahrer ihremGelübde treu blieben, weil sie nicht im Stande waren,cs abzukaufen. Diese armen Kreuzfahrer betrachteten aberdas Zeichen des heiligen Kreuzes als eine Berechtigungzu Räubereyen und ruchlosen Frevelthatcn. In Spanien,Deutschland und selbst in einigen Gegenden von Frank-reich wiederholten die Kreuzfahrer dieselben Gräuel gegendie Juden, durch welche ruchlose Kreuzfahrer schon zuder Zeit des heiligen Bernhard die Heiligkeit ihres Ge-lübdes geschändet hatten. In den Sprengcln von Vour-deaup, Saintes, Angouleme und Poitiers mißhandelten die

Zg) IVIaitli. I. o. 7>. 402 und

.nt 4-2. An der legier»

Stelle bemerkt MattlniuS PariS, dageiner der englischen Kreuzprcdiger der

Meiner Johannes von 8 t. Albauowar, ehemalü Deehani der Küche vonSt. Quentin und damals Schagmei'.sicr der Kirche von Saliobur».