560 Geschichte der Keeuzzi'ige. Buch VII. Kap. XVI.
wurden zwar von einigen gefangenen Kreuzfahrern undabtrünnigen Christen, welche in der Burg Darbesak sichaufhielten, benachrichtigt, daß die saracenische Miliz vonHaleb im Anzuge wäre; Wilhelm von Montferrat ansAuvergne aber, Präccptor oder Heermeister von Antio-chien, welcher ihr Anführer war, hielt diese Nachricht fürunwahr, schalt diejenigen, welche sie ihm brachten, Ver-räther, verhöhnte seine Ordensbrüder, so viele derselbenzur Vorsicht und Behutsamkeit ricthen, als feige Männer,und gestattete allen, welche Gefahr und Kampf scheuten,sich zurückzuziehen. Viele benutzten diese Erlaubniß. Plötz-lich wurden der Heermeister Wilhelm und die Ritter,welche bcy ihm geblieben waren, gleichzeitig von der Be-satzung der Burg Darbesak und der Miliz von Haleb mitüberlegener Macht angegriffen. Obwohl der Heermeisterselbst und seine Ritterschaft mit Unerschrockenheit undTapferkeit kämpften, und fast drey Tausend Saraccnenvon den Schwertern der Templer an diesem Tage gefallenscyn sollen: so vermochten die Ritter dennoch nicht die Lastdes ungleichen Kampfes lange zu tragen. Vielmehr wand-ten sie, der Sitte ihres Ordens entgegen, die Rücken, unddie meisten von ihnen entgingen auch durch die Fluchtnicht dem Tode. Der Hecrmcister Wilhelm selbst fiel,nachdem er sechszehn Heiden getödtct und viele andereverwundet hatte; der tapfere Ritter Rainald von Argen-ton aus England, welcher an diesem Tage das Panierdes Ordens trug "), behauptete dasselbe, bis die Armeund Deine ihm zerschmettert wurden; hundert Ritter desOrdens, dreyhundert Armbrustschützen und eine große Zahl
din; denn der damalige Fürst von ig) stie Laioanikei, MatthäusHaleb, Malek annaser Jussef, war Paris a. a. O. Vgl. oben Kap. l.ci» Knabe von sieben Jahren. S. 27. Lg. Anni. gl.