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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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468 Geschichte der Krcuzzügc. Buch VII. Kap. XIV.

E^'tvelche sich von aller Gemeinschaft mit ihm' lossagten,wurde immer größer; die Tempelherren gaben ihm offen-bare Beweise einer feindseligen Gesinnung; die Venetia-ner, welche zu Ptolemais sich befanden, waren unentschlos-sen, ob sie dem Kaiser oder dem Papste gehorchen sollten,und Friedrich konnte endlich nur mit Sicherheit auf dieTreue seiner eigenen Ritterschaft, des deutschen Ritter-ordens und der Pisaner und Genueser rechnen^).

Die schnöde Behandlung, welche Friedrich von demPatriarchen Gerold und der demselben gleichgesinnten Par-tey erfuhr, bewog ihn wahrscheinlich, bald nach seiner An-kunft die Stadt Ptolemais zu verlassen und mit der ge-ringen Zahl der Pilger, welche ihm treu blieben, bcyRecordana, unfern von Ptolemais 22), ein Lager zu be-ziehen^). Vielleicht verließ auch der Kaiser deshalb dieStadt, um in einem offenen Kriegslage»: ungestörter undweniger bemerkt die Unterhandlungen mit den Saracenenfortzusctzen. Denn so wie der Sultan von Aegypten dasfreundschaftliche Verhältniß, in welchem er zu Friedrichstand, seinen Glaubensgenossen verbargt), eben so sehrbemühte sich auch Friedrich, seinen Verkehr init dem fara-cenischen Herrscher und die Absicht desselben zu verheim-lichen ^). In dem Lager bey Recordana betrieb derKaiser die Unterhandlungen mit dem Sultan Kainel,welcher nebst seinem Bruder Aschraf und zahlreichen Schaa-

Zi) (llirnn. I7rsp. ->. i 22 g.

M) Loräana, gnoci in canire lln-niinis .inte l-toloniaiäein linentis si-lnm est. Mar. San. x. 2i2. Wgl.Buch V. K. VII. Anm. 114. S. 2 y 8 .2sy.Z5) Marin. 8an. x. 2l2.

34) Vgl. den Briet des Sultans an

seinen Bruder Aschraf oben Anm. SS,S. 4 öz.

ZL) Der Patriarch Eervld ncnnk(bei) Matthäus Paris r>. ZZ9) die Un-terhandlungen des Kaisers mit denSaracenen: longnm er latentemlractatttm.