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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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448 Geschichte der Kre uzzüge. BuchVII. Kap. XIII.

^Ig^tigen Unterricht gebildete Fürst verband mit erbittertemHasse gegen die Christen die höchste Versöhnlichkeit undFriedfertigkeit gegen seine Glaubensgenossen und Ver-wandte; er vermied jeden iunern Krieg, so viel er konnte,legte, wenn er den Kampf gegen Muselmänner nicht hattevermeiden können, die Waffen nieder, sobald seine Feindezum Frieden sich bcguemtcn, und entwaffnete seinen unru-higen Bruder Kamel, welcher oftmals Gelegenheit zumKriege suchte, durch edle Nachgiebigkeit Wiewohl erfür seine Person die Einfachheit liebte, und seine rück-sichtlose Vernachlässigung des Glanzes, welcher für unzer-trennlich von der Würde eines Sultans gehalten wurde,oftmals Anstoß erregte: so sorgte er doch mit unermüdetcrAufmerksamkeit für eine schöne äußere Haltung seiner zahl-reichen Kricgstruppen Er war nicht nur unerschro-cken in der Schlacht, sondern auch höchst sorgsam, jederGefahr, welche seinem Reiche drohte, durch zweckmäßigeVorkehrungen zuvorzukommen.

Sobald Moaddhcm vernommen hakte, daß die abend-ländischen Christen im Jahre 1227 zu einer neuen allge-meinen Kreuzfahrt sich rüsteten, so sandte er nicht nurKundschafter aus nach verschiedenen Inseln, um sich nähereNachrichten zu verschaffen über die Bewegungen, welcheim Abendlands und vornehmlich in Italien Statt fanden,sondern versammelte auch ein zahlreiches Heer bey Nca-polis. Auch ließ er nach der Weise, welche sein VaterMalek al Adel und sein Oheim Saladin unter ähnlichen

kaadah 624 ! ,2. Oktob. 11. No-vcmb. 1227). ^DnIIeci. ^iin. iiiosl.2 °. III. x. 556.

60) I. a. Moaddhcm

lieg sogar nur für seinen Bruder

Kamel, und nicht für stch selbst inseinen Ländern die Chotbah oder dasKanzclgebet verrichten.

61) LSulsecia I. e.