418 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VII. Kap. XIII.
^227.°' ergingen an die Könige von Frankreich und England undandere Fürsten päpstliche Ermahnungen, den Kaiser aufseiner Meerfahrt nachdrücklich zu unterstützen; und dielombardischen Städte wurden von Gregor aufgefordert,die Urkunde des mit dem Kaiser geschlossenen Friedens-Vertrags schleunigst zu vollziehen, damit Friedrich nichtdurch gegründete Besorgnisse wegen feindseliger Absichtendes lombardischen Bundes von der Vollziehung seinesGelübdes abgehalten würde. Jene Städte gehorchten derpäpstlichen Aufforderung '°).
Daß der Kaiser Friedrich die redliche Absicht hatte,sein mehrere Male wiederholtes Gelübde zu vollbringen,ist nicht zu bezweifeln; und wenn er auch in den stetssich erneuernden Hindernissen, welche die Vollziehung sei-ner Kreuzfahrt hemmten, wohl eine Veranlassung findenkonnte, ein Gelübde zu bereuen, welches er mit jugend-licher Raschheit und ohne ruhige Erwägung der Folgensich aufgebürdet hatte: so war der Kaiser Friedrich dochein so sorgfältiger Wächter seiner Ehre, daß der Vorwurfder Wortbrüchigkeit ihm nicht gleichgültig scyn konnte.Wenn die Christen in dem Besitze von Damiettc sich be-hauptet hätten: so würde der Kaiser wahrscheinlich dieSeemacht, welche er im Jahre 1221 und in den unmit-telbar darauf folgenden Jahren in den sicilischen Häfenausrüstete, zur Befestigung und Erweiterung der christ-lichen Herrschaft in Aegypten angewandt haben; als die-ses Land aber von den Pilgern war geräumt worden, soließ von einer Kreuzfahrt, welche nicht mit sehr großerMacht unternommen werden konnte, kein günstiger Erfolgsich hoffen. Wenn Friedrich mit den Pilgern, welche
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