Druckschrift 
6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
Entstehung
Seite
372
Einzelbild herunterladen
 

372 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VII. Kap. XII.

rt. hannis des Täufers des Jahrs 1225, die Meerfahrt nachSyrien anzutreten ^).

Honorius gab von diesen Verhandlungen den Königenvon England und Ungarn und andern christlichen Fürstensofort Nachricht und ermahnte besonders den König vonFrankreich, nach dem Bcyspiele des römischen Kaisers, zurBefreyung des heiligen Landes sich zu bewaffnen.Essey fern," schrieb Honorius an den König Philipp Au-gust,daß das fromme Frankreich zurückbleibe, welchesvvranzugehen pflegte; es sey fern, daß ein so christlichesVolk dem beseligenden Dienste Christi sich entziehe; essey fern, daß ein Volk, welches bisher so viele Lasten fürden Herrn auf sich genommen hat, in dem Kriege fürden Sohn Gottes den Gürtel der Ritterschaft ablege, dieWaffen dem Roste prcisgebe, und dem Stege sich entziehe,da den Siegern eine herrliche Krone geboten wird durchGnade und Verdienst in der Gegenwart, und Ruhm undLohn in der Zukunft." Auch ermahnte Honorius denKönig Philipp August, daß er, in Berücksichtigung derdringenden Nothwendigkeit, dem heiligen Lande mit dervereinigten Macht aller christlichen Reiche zu Hülfe zukommen, den mit dem Könige von England geschlossenenAnstandfrieden in einen ewigen Frieden verwandet» »uvden Vorschlägen des Bischofs Pa-vuiphus von Norwich,welche als apostolischer Legat und Vermittler des Frie-dens an seine., kommen würde, geneigtes Ohr ge-währen möchte

Auf solche Weise bereitete Honorius bey den vor-nehmsten Fürsten der christlichen Kirche eine günstige Auf-nahme dem Könige Johann von Jerusalem, welcher nach

zo) kllinrM. I. e. h. z.

zi) NaLnalü. I. e. h. 4. §