Dcr Kaiser Friedrich.
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man durfte aber die frohe Ueberzeugmig hegen, daß Gottsein Heer nur deswegen hatte fallen lassen, damit csdesto kräftiger sich wieder erheben möchte, und daß er dieUngläubigen nur aufgerichtet hatte in der Absicht, siewieder zu stürzen. Denn dcr Kaiser Friedrich würde umdesto eifriger sich bemühen, die Schmach Christi und desVolkes Gottes zu tilgen, je tiefer ihn das letzte Mißge-schick dcr Pilger schmerzte, und er hätte in solcher löblicherGesinnung zu. Veroli verheißen, auf einer großen undfeyerlichen Versammlung, welche um Martini.dieses Jahrswegen der Angelegenheiten des heiligen Landes zu Veronagehalten werden sollte, persönlich zu erscheinen, so wie auchder Papst daselbst anwesend scyn würde; und so wie allegeistliche und weltliche Fürsten und viele andere einsichts-volle christliche Männer zur Thcilnahme an dieser Bc-rathung cingeladeu würden, so möchten auch der KönigJohann von Jerusalem und dcr Legat zu Verona in dcrfestgesetzten Zeit sich einfindcn, und der Legat mit demKönige und dem Patriarchen von Jerusalem über dieWahl anderer-kundiger Männer, rv-clche Syrien verlassendürften, ohne Vas Land in Gefahr zu bringen, und in denbevorstehenden Verhandlungen zu Verona durch ihrenRath dcr gemeinschaftlichen Sache dcr ganzen Christen-heit nützlich seyn könnten, sich besprechen. Endlich meldetenoch Honorius in diesem Schreiben seinem Legaten, daßdcr Kaiser zu Veroli in Gegenwart vieler Prälaten, Für-sten, Barone und anderer achtbarer Männer aus eigenemAntriebe durch einen feyerlichen Eid sich verpflichtet hätte,zu der Frist, welche entweder von dcr Versammlung zuVerona, oder von dem Papste zu der Zeit, welche fürjene Versammlung festgesetzt wäre, würde bestimmt wer-den, ohne ferner« Aufschub die Kreuzfahrt anzutrcten.