303 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VII. Kap. X.
^-' 2 ^ daher muthlos; weder Males al Moaddhcm noch Kamelerlangten von ihren Unterthanen kräftigen Bcystand zurBekämpfung der Christen, und beyde Sultane beschränk-ten sich daher darauf, unter dem Vorwände, daß derKrieg gegen die Kreuzfahrer außerordentliche Mittel erfor-derte, so viel Geld als nur irgend möglich zu erpressen^).
gy) „Welch' eine unglückselige Zeit,"sagt die Geschichte der Patriarchenvon Alexandrien lbcy Neinaud S.go.gi>, „jeder muhte bezahlen nach sei-nem Vermögen, und Niemand ent-ging den Verfolgungen ; man fiel auseiner Gefahr in eins andere nochschlimmere. Ehemals konnte jedernach Belieben Waarcnlagcr, Basareund Hallen, wo man Leinwand undandere Waaren feil bot, unterhaltenoder vermiethcn ; nun aber durfte nurfür eine außerordentliche Abgabe indem Basare des Sultans gekauftund verkauft werden. Es gab keineArt, Geld zu erpressen, welche nichtin Anwendung gebracht wurde, unddaS Volk (von Aegypten) hätte gern,wenn es möglich gewesen wäre, allesverlassen und in einem anderen LandeUnterkommen gesucht. Dagegen rühm-te man die Billigkeit der Krankenund ihre Milde gegen die Besiegten.Vornehmlich harte Behandlung er-fuhren dis ägyptischen Christen undJuden. Der Wesir versuchte zuerst,das Geld, welches die Christen zurUnterhaltung ihres Patriarchen steuer-ten, an sich zu bringen; dann liegein anderer Emir alle reichen Christenund Juden zu Kahirah in ein Ee>fängnig werfen und zwang sie, Schuld-verschreibungen über iicno Goldstücksauszustellen, der Sultan aber schämtesich dieser Erpressung und sandte die
Schuldverschreibungen zurück. Wasin Kahirah geschah, wurde in ganzAegypten nachgeahmt, und viele Chri-sten und Juden erhcnkten sich ausVerzweiflung, oderverläugnetcn ihrenGlauben. " In Beziehung auf Da-mascus theilt Abu Schamah (kok. gg)Folgendes mit: ,,Abu Modaffcr, derEnkel des Dschusi, erzählt wie folgt:Moaddhem schrieb mir nach Oamas-cuS, wo ich damals mich befand, wasin Damiette geschehen war, und be-fahl mir, die Leute zu ermahnen zurThcilnahme an dem heiligen Kriegsu. s. w. Als ich in der großen Mo-sches von Damascus sitzend diesenBrief vorgelesen hatte, so waren dieEinwohner widerspenstig, und ihreWiderspenstigkeit war die Veranlas-sung, daß der Sultan Len achtenund fünften Tbeil ihres Vermö-gens nahm. Hierauf schrieb er mir -wenn die Einwohner von Damascusnicht ausziehen wollen zum Kriege,so komm Du zu mir. Hierauf begabich mich nach Palästina und fand denSultan vor Cäsaren gelagert. Dortblieben wir, bis diese Stadl mit Ge-walt erobert wurde. Hierauf bega-ben wir uns nach Bakar, und alsdieser Ort war erobert und zerstörtworden, so kehrte der Sultan nachDamaücus zurück. " Sehr wohl be-gründet ist also folgende Nachrichtdes Oliverius lx. Ist2i) : (Zorrackiuus