190 Geschichte der Kreuzzüge. B u ch VII. K aP. VIII.
den fruchtbarsten Landschaften von Aegypten, sondernbildet eine Sandflache, welche in der Länge von drcyStunden, von der Küste des Meers bis zu der Gegendder jetzigen Stadt Damiette, sich erstreckt^'). Gleich-wohl sahen auch in diesem minder gesegneten Lande dieabendländischen Pilger viele überraschende Wunderwerkeder Natur und des menschlichen Fleißes. Sie betrachte-ten mit Erstaunen die sinnreiche Einrichtung der Oefen,deren die Aegypter sich bedienten, um wie durch ein Zau-berwerk die Eier der Hühner vermittelst künstlicher Wärmezu beleben^). Die gewaltigen Nilpferde, welche damalsin dem Arme von Damiette in großer Zahl gesehen wur-den, den Menschen, so wie den Pferden und andern Thic-ren nachstellten und oft selbst für die Schiffe die Fahrtauf dem Strome gefährlich machten, waren ihnen eineeben so neue als furchtbare Erscheinung^); und diedichten Gebüsche hoher Papyrusstauden, die benachbarten
2i) Die von Jakob von Vitry inder Anm. is. mitgetheilten Stellegegebene Beschreibung wird auchvon Hasselguist (Reise nach Palä-stina, deutsche Hebers. S- 1Z6.) bestä-tigt: „In dieser Gegend (von derjetzigen Stadt Damiette bis zur Mün-dung des Nils) bestand das rechteUfer aus Sandhügeln, das vollerRohr war;" und wenn Hasselguisthinzusetzt: „auf der linken Seite aberwar fruchtbares Erdreich": so müssendis bcyden Umstände erwogen wer-den, das, dieses Land in späterer Zeitmanche Veränderung erlitten habenmag, und Hasselguist nur das nächsteNfcrland sah. -In der Gegend derjetzigen Stadt Damiette lind vor-nehmlich treffliche Neißfelder. Vgl.LnstreossxlVlemoire sur Io I.ro Men-
2slelr (Oesorixt. ste I'Lgxxte, I'.t stmoäerno ld. II.) x. 063.
22) Iir iiis insnis (vgl. AnM. i3,),gnsnsto volnnt Irsintstores, ststinrirsbcnt xnlios rccentcs; non eniinovs gsilinis snpxonnnt all onirsn-klnm, sest in fnrnis oslcnridns iiisxonentes, ststinr xnili ex eis xro-kiiinnt. .1.10. ü0 Vitr. ex. II. x. 2gi.
Es waren zehn Tage einer solchenkünstlichen Erwärmung erforderlich,damit, wie Abdollatif (Ilelstion stei' L^/I>le, risst, xsr IVlr. cle 8se>-,x. iZ8.) sagt, dis jungen Hühnerdurch das Werk des göttlichen Wil-lens und der göttlichen Allmacht (imCy) sichtbar würden; die völlige Aus-brütung erforderte zwanzig Tage.
3z) Irr iroo Ilunrine viäimus guse-stsm monstrs, gnse oocvstrrlii nnn-