94 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VII. Kap. III.
sichten die Christen zur Bewaffnung und MildthätigkciLfür das gelobte Land ermahnt zu haben Auch alsSchriftsteller erwarb sich der Meister Robert bald einengeachteten Namen; und sein Inbegriff der Theologie ")wurde als ein sehr nützliches Werk geschätzt. Daherbrachte ihn schon im Jahre 1211 eine Partcy der Stifts-herren der Sophienkirche zu Constantiuopel neben zweyanderen angesehenen Geistlichen als Nachfolger des Pa-triarchen Thomas Morosini bey dem päpstlichen Stuhlein Vorschlag ^). Die ausgezeichnete und wirksame Be-redsamkeit aber, welche Robert als Kreuzprcdiger entwi-ckelt hatte, und die eifrige Betriebsamkeit, mit welcherspäterhin mehrere von Jnnocenz, seinem ehemaligen Mit-schüler, in Angelegenheiten der französischen Kirche ihm er-theilte Aufträge von ihm waren vollzogen worden, bestimm-ten den Papst, seinem Jugendfreunde auch damals die Be-förderung der Kreuzfahrt in Frankreich und die Abstellungder in der französischen Kirche eingerisscnen Mißbräuchezu übertragen. Der Cardinal widmete sich der Vollzie-hung auch dieses wichtigen Auftrags mit großem Eifer;er hielt schon im J'unius des Jahrs 1213, nicht langenach seiner Ankunft in Frankreich, eine Kirchenverfamm-lung, auf welcher nachdrückliche Verordnungen gegen dieErpressungen der Wucherer erlassen wurden; denn, davonsolchen Erpressungen nicht nur die Verarmung der Layen,
76) Dgl. Gesch. der Kreuzz. B. VI.Kap. z. S- 127. Anm. 107.
ses Werk sowohl als über die übrigenSchriften des CardinalS Robert vonCurzon s. Idabrivü ftibliotlioea IN6-üiao ec inftmac larliutatis, cd. IVIrll-ki I.W- III. x. L7Z.
77) Auch HonoriuS der Dritte, der
Nachfolger des Papstes Jnnocenz,gab noch dem Cardinal Robert daSZeugnis, enm ad divina oironlaxroeoncüone exzionenda saera elognen-tia valerei Rxisl. Ilonorli III. (andie zu Genua damals versammeltenKreuzfahrer) IM>. Hl. i. (vom WsienJulius l2ig.); s. üaiualdl Lnn. ca-clee. ad a, >2ig. tz. g.