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70 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VII. Kap. III.
Auch in andern christlichen Ländern gaben von Zeitzu Zeit einzelne fromme Fürsten und Ritter der begeistereten Ermahnung des Papstes Jnnocenz zur Bewaffnungfür die Befreyung des heiligen Grabes Gehör. In Engeland nahm im Jahre 1207 ein vornehmer Jüngling, derSohn des englischen Großrichters Petrus das Kreuz, undda der König Johann wahrend seines Krieges wider denKönig von Frankreich keinem seiner Untcrthanen erlaubte,das Reich zu verlassen: so sandte der fromme Jüngling,als der Papst unter solchen Umständen ihm eine Frist vondrey Jahren für die Vollziehung seines Gelübdes ge-währte, jährlich sechszig Pfund Sterling zur Unterstützungder Christen im gelobten Lande und versprach seine Pil-gerschaft anzutrcten, sobald die Verhältnisse es ihm ge,statten würden "). Einen großen Eifer für das heiligeLand bewies zu dieser Zeit der Graf Heinrich von Malta,sich bemühend, den dortigen Christen so nützlich zu wer-den, als seine Verhältnisse und die Mittel, welche ihm zuGebote standen, es zuließen In Ungarn trug derKönig Andreas das Kreuz, und mehrere ungarische Her-ren hatten ebenfalls das Gelübde der Wallfahrt abgelegt;sie erwarteten nur die völlige Beruhigung der iunern Un-ruhen ihres Reichs und überhaupt günstigere Umstände,um ihr Gelübde zu vollbringen, und Jnnocenz, im Ver-trauen auf die Aufrichtigkeit ihrer Zusage, bewilligteihnen gern die gewünschte Frist für die Vollziehung der
16) Lpirt Innoo. III. LN). X. 4Z.kan die Bischöfe von Ely und CHIche-ster) vom 6. April 1007.
17) Lxist. Innoo. III. LN). XII. 4 ,vom 24. Febr. Ivoy, in welchem derPapst dem Grafen Heinrich wegenseines Eifers für das heilige Land
große Lobsprüchs ertheilt und ii,nauffordcrt, die Vorschläge, welch- erin Beziehung auf Cypern dem apo-stolischen Stuhle durch eine Gesandt-schaft gemacht habe, näher zu be-stimmen.