Nene Bemühungen des Papstes Jnnocenz. 67
fahrt nach dem heiligen Lande zu bewegen, und ließ ihndringend ermahnen, das Zeichen des Kreuzes zu nehmendiese Ermahnung aber blieb ohne Wirkung.
Wie durch Ermahnung zur Bewaffnung für das hei-lige Grab, so suchte auch Jnnocenz durch den kräftigenSchutz, welchen er den Kreuzfahrern gewährte, das Heildes gelobten Landes zu befördern; denn jeder, welcherdas Zeichen des Kreuzes trug, war des kräftigsten Schu-tzes von Seiten dieses rastlos thätigen Oberhauptes derKirche sicher. Als im Jahre 1209 Jnnocenz vernahm,daß einige aus dem gelobten Lande zurückkehrende Wall-fahrer auf das Geheiß des Patriarchen von Aquileja zuCrcmona fcstgchaltcn und an der Fortsetzung ihrer Reifegehindert wurden r so richtete er nicht nur an den Patriar-chen die Aufforderung, jenen Pilgern die Freyheit ohneVerzug wieder zu geben, sondern ermahnte auch den Kai-ser Otto den Vierten, die Entlassung der gefangenen Pil-ger zu beschleunigen und die wider dieselben geübte Ge-waltthätigkeit auf eine so nachdrückliche Weise zu strafen,daß der Anschein, als ob der von dem apostolischenStuhle den Kreuzfahrern bewilligte Schutz unwirksamwäre, und der Nachthcil, welcher aus einer solchen Mei-nung für die Sache des heiligen Landes erwachsen könnte,für immer entfernt würden; auch legte der Papst dieseAngelegenheit dem Kämmerer des Kaisers ans Herz undcrthcilte dem Bischöfe von Cremona die Anweisung, die-jenigen, in deren Gewalt die gefangenen Wallfahrer sichbefänden, zu schleuniger Entlassung derselben zu ermahnen,und falls sie nicht binnen vierzehn Tagen solcher Ermah-nung Folge leisten würden, wider ihre Personen mit dem
9) Lxist. uv. viii. 125. (an eine» ungenannte» französischen Prälaten).
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