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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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56 Geschichte der Krcuzzüge. Buch VII. Kap. II.

^207?'dte geistlichen Ritterorden achteten unter solchen Umstän-den es dringend nothwendig, für die junge Königin,welche mittlerweile herangcwachftn war, einen Gemahl,und für das Reich einen König zu suchen, welcher fähigwäre, das gelobte Land zu regieren und zu vertheidigenund Lcy den heidnischen Fürsten Ansehen und Achtungzu gewinnen. In einer Berathung, welche sie wegen die-ser wichtigen Angelegenheit hielten b), brachte einer deranwesenden Ritter den französischen Grafen Johann vonBrienne als den würdigsten und fähigsten, die Krone vonJerusalem zu tragen und zu behaupten, in Vorschlags);und dieser Vorschlag, da Johann von Dricnne vielen derübrigen Anwesenden gleichfalls als ein trefflicher Ritterbekannt war, wurde mit so großem Bcyfalle aufgenom-men, daß nach einiger Berathung sofort der Beschluß ge-faßt wurde, Botschafter nach Frankreich zu senden, unddurch dieselben dem jungen Grafen von Brienne dieKrone von Jerusalem und die Vermählung mit der Kö-nigin Maria antragen zu lassen Der Bischof von

81 An dieser Berathung nahmennach Hugo Plagon (x. 6gr>.) An-theii: 11 xatriarclre et II evosgncsec 11 Chevalier äe 1a ccrre ec 11 lem-xller et 11 Ilosxlialler.

y) AlS sie beisammen waren, sagtHugo Plagon, so erhob sich ein Nit,rer von seinem Sihe (so lova cn ples)und sagte, dag er einen Ritter inFrankreich kennte, welcher noch un-verheiralhet, von hoher Geburt undein tapferer Mann (hanc Iions ecxroäons) wäre, und daü, wenn mandiesen Ritter alS König annähme,daS Reich einen trefflichen König er-halten, und die Königin Maria einegute Heirarb machen würde (gno Io

roiannie 1i alkorrolc bien, et gn'cle1 seroic dien ewxlolee). Da jenerRitter aufgefordcrt wurde, den Na-men zu nennen, so nannte er denGrafen Johann von Brienne lloliancio Drcne). Nach BernarduS Thc-saurariuS (c. izs>) war der Graf Jo-hann: vir nohllllalo cgreglns ecmllltarllnis acribus screnuus.

cc) Hugo Plag. a. a. O. NachMarinuS Sanutuö (in 20 L.) wurde,als dis Königin Maria zu dem Altergelangt war, in welchem an ihreVermählung gedacht werden konnte,in einer Berathung deS Patriarchenvon Jerusalem, der übrigen Prälatenund der Ritterschaft dcü Königreichs