Aiigelegcuheitcii des Königreichs Jerusalem. 53
Z w e y t e 6 Kapitel.
Ämalrich der Zwcyke hinterlicß aus seiner zweyten Ehe^»mit der Königin Isabelle von Jerusalem nur zwey Töch-ter/ Sibylle und Melisende; denn ein Sohn aus dieserEhe/ welcher ebenfalls Amalrich hieß und große Erwar-tungen erregt hatte/ war wenige Monate vor dem Vatergestorben '). Da nun auch die Königin Isabelle nichtlange zuvor ihr Leben beschlossen hatte-)/ so war dienächste Erbin des Königreichs Jerusalem Maria/ dieminderjährige Tochter der Königin Isabelle aus deren Ehemit dem Markgrafen Conrad. Das Königreich Cypcrnaber/ welches Amalrich mit dem Königreiche Jerusalemvereinigt hatte/ kam an Hugo/ dessen ältesten Sohn ausder ersten Ehe mit Eschiva von Jbelin; und es wurdealso die Verbindung der beydcn Kronen von Jerusalem
i) Er starb um Mariä Reinigung,also im Januar oder Februar iaoz,wie die Oontinnatio axxcinlicis Ho-belt» ste Monte (Hecneii lies Inetv-riens sto IaI?ranoe IV XVIII. g>. Zgd.)aus einem nach Raue» gekommenenBriefe des Erzbischofs von Cäsarenberichtet; und auch aus einem in»Jahre 120Z an eine» französischen Prä-laien gerichteten Briese des PapstesJnnocenz des Dritten (Ilpisi. VIII.
»2Z.) geht hervor, dag der jungeAmalrich vor dem Vater starb. >DieAngabe des Marinus Sanutus (Se-erera lniel. türnoiA Inb. III. 1'2»s XI.o, Z. i>.2az.), dag der junge Amalrichden Vater um einige Zeit überlebthabe, ist also unrichtig.
2) Dag Isabelle nach ihrem SohneAmalrich starb, sagt MarinuS Sanu-tuS a. a. O.