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2 (1813) Das Koenigreich Jerusalem und die Kämpfe der Christen wider die Ungläubigen bis zu dem Verluste der Grafschaft Edessa und dem Kreuzzuge der Könige Conrad des III. und Ludwig des VII im Jahre 1146
Entstehung
Seite
322
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zrr Geschichte der Kreuzzüge. Buch II. Ka p.XVIII.

Ck,r. ncn zur Täuschung ihrer Feinde oftmals angewandte List " VErließ das Gerücht verbreiten, daß er gestorben scy, unddas Schiff, auf welchem er zurückzukehren gedachte, alsein Trauerschiff verzieren. Auch war ein Sarg in demSchiffe, in welchen er sich legte, so oft er an den Küstendes griechischen Reichs landete; seine Begleitung jammerteund wehklagte dann vor den Ohren der Griechen über denTod ihres Fürsten. Anna Comnena versichert voll Bewun-derung über die unempfindliche Nase des Barbaren, daßsogar ein todter, in Faulniß übcrgegangcner Hahn in denSarg gelegt worden, damit auch der Leichengcruch nichtfehlen möge Sobald aber das Schiff die griechischeKüste wieder verlassen hatte, kehrte Vormund ins Leben zu-rück und erquickte sich mit Speise und Trank. Auf der In-sel Corfu aber machte er diesem Gaukelspiel ein Ende. Denndort trat er vor den Statthalter, den Armenier Alezius,und hieß diesem mit drohender Rede, seinem Kaiser zu mel-den: Vormund sey ins Leben zurückgekchrt, sinne aus Rachegegen die Griechen wegen ihrer Treulosigkeit gegen die Pil-ger und werde nicht eher ruhen, als bis er mit Hülfe allerlateinischen Volker nicht nur Romauicn sich unterworfen,sondern alle Städte der Griechen mit Blut ungefüllt undselbst Byzanz erobert habe.

I. Cl,r. Kein Mittel ließ Vormund unbenutzt, um seine Dro-hung zu erfüllen. Er schilderte überall mit Grimm und Er-bitterung die unerhörten Drangsale, welche die Pilger auf

-8) S. Belllage de. IV, D. i.

So da» ich mich wundere, wie ereine solch eBelagerung derNase ertragen möge» , indem er le-bendig mit einem rodle» Leichnambevsammen war."