Druckschrift 
2 (1813) Das Koenigreich Jerusalem und die Kämpfe der Christen wider die Ungläubigen bis zu dem Verluste der Grafschaft Edessa und dem Kreuzzuge der Könige Conrad des III. und Ludwig des VII im Jahre 1146
Entstehung
Seite
150
Einzelbild herunterladen
 

Doch viele unter jenen Pilgern waren nicht mehr zum Strei-ten fähig,; ihr bleiches und entstelltes Antlitz und ihr siecherKörper zeigte die Spuren der schrecklichen Leiden, welche sieerduldet hatten und vcrricth die Gewißheit ihres baldigenTodes. Auch der Graf Raimund kam nach Syrien, umden Kampf wider die Ungläubigen aufs Neue zu beginnen;als er aber in dem Hafen von St. Simeon ankam, ließ ihnBernhard der Fremde, unter dem Vorwände, daß er vondem Kaiser Alexius bestochen die Wallbrüdcr in Cappadocienund Paphlagynien den Türken berrathen habe, greifen undsandte ihn zu Lankrcd nach Antiochien. Doch auf der übri-gen KreuzbrHder inständige Fürbitte, einen so tapfern undum das heilige Grab verdienten Ritkcr nicht mit schimpfli-chen Ketten zu beschweren, gab ihn Tankred frcy, nachdemer von ihm das Gelübde genommen, steine Stadt zwischenAntiochien und Ptolcmais unter seine Botmäßigkeit bringenzu wollen. Hierauf zogen die Pilger mit dem Grafen Rai-mund nach Tortosa, und eroberten diese Stadt- Als sieaber Wetter zu Lande nach der heiligen Stadt zogen, bliebRajmund zu Tortosa, und machte sich, sein dem FürstenTankred gegebenes Wort, wir wissen nicht unter welchemVorwände, brechend, zum Herrn der Stadt ^), zum großenVerdruß der Wallbrüdcr, welche gchoffc hatten, er werdemit ihnen zum heiligen Grabe wallfahrten. Der alte HerzogWelf von Baiern war nicht bey der Belagerung von Tortosa,sondern er und der Herzog Reinhold von Burgund, beydeden Keim tödtlicher Krankheit in sich tragend ^), und andere

2 ) VIII. 41. Hr. Qlironleon a. O. acl

vjiev. 6 Lrn.ot. c. 27. 2. noi.

ir.lviiii »geeridckirg, zirorlbrrnäus

I) Vom Herzog Welf sagt daZ