iz- Geschichte der Kreuzz üge. Buch II. Kap.Xll.
I. Cyr. große Zahl von ihnen erschlagen war "). Durch die Wach-samkeit derer, welche die Wache um das Lager hielten, ge-sichert, ruhten die Kreuzfahrer in der folgenden Nacht. Amandern Tage zog der Stallmeister Conrad mit seiner Schwe-ster Sohne Bruno und seiner ganzen deutschen Schar aus demLager und der Ebne auf die Straße nach Maresch, und fand,als er zwcy Meilen des Wegs gezogen war, eine Burg.Diese wurde mit großer Gewalt erstiegen, und, nachdemdie türkischen Wächter derselben dem Heilande geopfert wor-den, luden die Wallbrüder alle Lebensmittel, welche siedarin fanden, auf, und begaben sich in der freudigen Hoff-nung, den ermatteten und hungrigen Brüdern reichlicheNahrung zu bringen, auf den Rückweg. Plötzlich aber wur-den sie in einem engen Gebirgswege von den Türken, welchedie Höhen besetzt hielten, überfallen; siebenhundert von ih-nen fielen, weil sic aus Ermattung und wegen der Last,Welche sie trugen, nicht schnell genug fliehen konnten. Die übri-gen ließen ihren Raub fahren, und flohen mit leeren Händenzum Lager. Am Sonntage ruhten Christen und Türken vomKampfe. Aber die Hungersnoth im Lager der Pilger wurdeimmer schrecklicher und die Heerführer entschlossen sich amfolgenden Tage zur Schlacht, um lieber im Kampfe, wennGottes Hülfe den Sieg ihnen nicht verleihen wollte, vomSchwerte, als im Lager durch Hunger zu sterben.
Als am Montage das erste Licht der Sonne erblicktwurde, trat der Erzbischof Anfelm von Mailand im Lagerauf "), und verkündigte allen Wallbrüdern, daß an die-
4?) Sieberchnndekt mich der An-gabe A l b e r t s v o n A i x, v. iz.
qS) S. Anna Lomnenn. Bei)Albert von Aix VIII. IZ. in N'okl
nichts als rednerische Wendung oder,eigenmächtige Ausschmückung, wenner von dem Erzbischof ANselNr vonMailand sagt: äivluo lildns sxiri-