78 Geschichte der Kreuzzüge. Buch II, Kap. VIII.
- Cl,r. Tage verweilte, tröstete er die Antiochcncr wegen der Ecfan-genschaft Boemunds, willigte aber nicht in ihr Gesuch/ dieRegierung des Fürsterrthums an Boemunds Stakt zu über-nehmen. Seine Gemahlin fuhr mit ihren Frauen von Antio-chien zu Schiffe nach Joppe, Balduin aber zog zu Lande »achLaodicca, wo der päpstliche Legat und die Hauptlcute derGenueser in einer Unterredung ihn wiederholt aufmuntcrtcnzur Annahme des Reichs von Jerusalem und ihm ihre Hülfejm Streite wider die Ungläubigen zusagten " Dann zoger über Gibcl, Vclinas und Maraklca nach Tripolis, undfand freundliche Aufnahme bey dem Emir Ebn Ammar.Von diesem vernahm er, daß Dschanahcddaulah von Emessaund Malek Dokak, Fürst von Damaseus, mit ansehnlichenTruppen am Hundcsstuß unfern von Viblus und Verytushinter dem engen Paß, welchen felsige Gebirge an der einenund das Meer an der andern Seite bilden jm Hinter-halte lägen, und auch die Meeresküste mit vielen Schiffenbesetzt hielten. Manche der Gefährten des Grafen, durch diese
dahin nur mir zwcphunderl Ritternund drei,hundert Knechten zu Fuß,wenn hier nicht diu SchreibfehlerStatt findet.
-3) Nach Caffarus a. a. O.machte Balduin die Annahme desReichs von der Bedingung abhän-gig, daß die Genueser ihm Hülfeleisten sollten.
iy) Die deutlichste Beschreibungdieses Engpasses findet sich in Mau n-drell'e Reisebeschreibung in Pau-lus Samml. vnn Rciscbeschrcibun-gen in Len Orient Th. I. S. 4y..'Der Hundcsflust (im Alterthum Ly-cus genannt) stürzt sich zwischen»weg sehr hohen , steilen NN? felsigen
Bergen ins Meer. Um über denFluh zu kommen, zog man zu Mau n-drclls Zeiten zwischen diesenzwcy Bergen einen Bogenschußweit vom Meere.hin, bis zu einervon den, Emir Faccardin erbautenschönen Brücke von vier Bogen. Jcn-seit des Flusses auf dem Wege nachBekptuS steigt man sogleich den dorthcrüberbängendcn Berg oder Felsenhinan, über welchen eine auf dcS Kai-sers Antoninus PhilosophuS durchden Felsen selbst gehauene Straßeführt. Eine Inschrift, welche Maun-drell abgeschrieben Hai, am Ein-gänge der Straße, nennt den KaiserAulonmus «US ihren Erbauer,