76 Geschichte der Krcuzzüge. Buch II. Kap. VIII.
7>. Cbr. erinnerte er den Fürsten Bocmund an das Beyspicl feinesVaters Robert Guischard, welcher dadurch, daß er den hei-ligen Vater Gregor den Siebenten aus der Gewalt des Ty-rannen, welcher denselben in Rom eingcschlossen hielt, be-freyet, seinem Namen ein unvergängliches Denkmal gestiftethabe, und ermahnte Boemund, daß er dieses Beyspiel sei-nes Vaters nachahmend, die Person und die Rechte einesGeistlichen -beschirmen möge, welcher wider eigne Neigungund nur auf Voemunds Zureden den Drangsalen sich preisgegeben habe, von welchen er jetzt umfangen sey. Dornäm-lich wünschte Dagobert, daß Bocmund den Grafen Balduinernstlich warnen möge, nicht ohne des Patriarchen der heili-gen Stadt Erlaubniß und Geheiß nach Jerusalem zu ziehenund des Reichs sich zu untcrwinden. Aber vergeblich erwar-teten der Patriarch und Tankrcd die schnellsegeludc GaleereBocmunds, auf welcher derselbe nach der Bitte des Patriar-chen den Boten mit der Antwort heimsenden sollte. GrafRaimund hatte den Schreiber Morcllus aufgefangen undverhinderte ihn weiter zu ziehen; und wenn auch der Botebis nach Antiochien gelangt wäre, so würde Dagoberts undLankreds Beginnen nichts desto weniger eitel geblieben seyn,denn Boemund war schon in Ebn Danischmends Gewalt.Doch ruhten beyde nicht.
Die Botschafter der Ritter in Jerusalem kamen nachEdcfsa als Balduin eben von seinem Zuge nach Melitcne,welchen er der Befreyung Boemunds willen unternommenhatte, zuruckgekehrt war. Sie fanden ihn mehr als bereitwil-lig "), das Begehren der Freunde seines Bruders zu er-füllen, und kehrten froh mit seiner Antwort zur heiligen
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