I. Clir.
7- Geschichte der Krcuzzügc. B u ch II. K a p. VIII.
Herzogs Mundschenk, Wicker aus Schwaben, der Löwen-Würger, und ein Venetiancr, der Einzige, welcher zurückge-blieben war, als seine Landsleute sich entfernten, bestiegenden Belcmerungsthurm, und gelobten nicht zu weichen, alsbis sie den Thurm Ser Ungläubigen auf der Mauer zerstörtHatten. Zwanzig Ritter TankredS gesellten sich zu ihnen;die Ungläubigen, welche am ersten Tage unermüdet kämpf-ten, wichen am andern Tage, und die tapfern Ritter erstie-gen die Mauer. Nachdem nun Chaifa um die Zeit, daHerzog Gottfried starb, auf solche Weise erstürmt war,wollte Waldemar, welcher seines Herrn Tod noch nichtwußte, sich in den Besitz der Stadt setzen; aber TankredSTruppen waren ihm zuvorgckommen lind trieben ihn mit denSeinigen aus der Stadt. Die Leidenschaftlichkeit des Has-ses, welcher durch diesen Streit unter ihnen entzündet war,brachten Tankred und Waldemar auch in die Angelegenheitendes Reichs. Denn sobald die Nachricht von Gottfrieds Todnach Chaifa gebracht wurde, gelobten Tankred und der Pa-triarch Dagobert mit einem Schwur, nicht nur mit Chaifa,sondern auch mit dem Thron nach ihrem Willen zu verfahrenund Gottfrieds Geschlecht der Ehre des Throns in Jerusalemzu berauben. Tankrcd, welcher die bcy Tarsus auf demZuge gegen Antiochien von Balduin empfangene Beleidigungnicht vergessen hatte, wollte einem Könige, den er als seinenFeind haßte, nicht unterthan und zur Treue verbundenseyn 2). Für ihn war nichts unerträglicher, als daß derstolze Balduin König in der heiligen Stadt heißen sollte, woselbst der Herzog Gottfried dieses hohen NamenS sich unwür-dig gehalten hatte. Waldemar dagegen hielt mit desto
gcbcne Bedeutung von <tc>mus is, in z) S> Kap. X. Anm> i.den Lloffarien ngchzulrnLeu.