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2 (1813) Das Koenigreich Jerusalem und die Kämpfe der Christen wider die Ungläubigen bis zu dem Verluste der Grafschaft Edessa und dem Kreuzzuge der Könige Conrad des III. und Ludwig des VII im Jahre 1146
Entstehung
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zL Geschichte der Krenzzüge. Buch II. Kap.III.

«,r. und besonders des Herzogs, zu sehen. Er brachte darum

^ ein Cameel, den Herzog bittend, diesem den Kopf abzuhaucn.Als nun Gottfried mit seinem Schlachtschwerte sehr leicht ineinem Hiebe den Kopf des Thieres zur Erde warf, wollte derAraber versuchen, ob auch mit seinem arabischen Schwertder christliche Held Gleiches vermögen werde, und auch da-mit hieb Gottfried einem andern Cameel den Kopf auf dasbehendeste ab. Da bewunderte der Emir diese außerordent-liche Stärke, überreichte dem Herzog kostbare Geschenke anGold, Silber und schönen arabischen Pferden, und erzählteunter den Arabern verwundrnngsvoll was er gesehen-

Eben diesen Helden sahen die Morgenländer auch inliebenswürdiger Gestalt, als herablassenden Freund seinerWaffcngefährtcn, welcher nicht durch citeln Prunk seine hö-here Würde darzuthun trachtete, sondern in schlichter Klei-dung, bey einfachem Leben, gleichwie die ersten Nachfolgerdes vorgeblichen arabischen Propheten, nur durch Frömmig-keit und Tugend, durch Tapferkeit und Unerschrockenheit derErste unter den Rittern des Reiches Jerusalem war. Wäh-rend der Herzog einst vor Arsuf lag, kamen einige Fürstenaus dem Gebirge von Samarien in das Lager der Christenmit Geschenken von Brot und Wein, Datteln und trock-nen Trauben und verlangten vor den Herzog geführt zu wer-den. Als sie vor ihn kamen, fanden sie ihn auf dem Stroh-sack sitzend und die Rückkehr seiner Ritter erwartend, wel-che er ausgesandt hatte, um Lebensmittel zu suchen. DieMorgenländer verhehlten ihre Verwunderung nicht, daß sieeinen Fürsten, welcher das ganze Morgenland erschütterte,nicht von einer Pracht umgeben fänden, wie sie seiner Würde

io) L-iiic-rum. 6uil, ccr. IX, so.