I9<2 Geschichte der Kreuz Züge. Buch I. Kap. VH.
2. i°?8. auf die Wallbrüder schossen und dann sich zurückzogen.Aber diese Haufen wurden von den Rittern, welche jetztdes Kampfes mit den Türken kundiger waren, als ehe-mals im Kriege mit Kilidsch Arslcn, zu dem großenHeere zurück gedrängt. Als es zum Streite mit diesemkam, da wichen zwar die fünf »ordern Schlachtordnun-gen, aber Bocmund, welcher in der letzten Schlachtord-nung stand, drang mit seinem Bannerherrn und Conne-table, Robert Gerhards Sohn, in die Feinde ein; dieübrigen Schlachtordnungen, durch sein Beyspiel ermun-tert, kehrten zum Kampfe zurück; das Türkenheer, wel-chem bey dem engen Raume seine große Anzahl schadete,gerieth bald in Unordnung, floh und zündete die FesteHarem an, wo es sich wieder gesammelt hatte. Vieleder Flüchtlinge wurden von den Armenern und Suria-nern in den engen Passen erschlagen. Als die Ritter insLager bey Antiochien zurückgekehrt, warfen sie zwcy hun-dert Köpfe der erschlagenen Ungläubigen in die Stadt,steckten andere auf Pfahle vor den Mauern zum Schrek-kcn der Belagerten und zur Rache, weil diese vorhindie Spitze des eroberten Paniers der Mutter Gottes zurSchmach der Christen in die Erde gesteckt ^).
Weil von nun an genuesische Schiffe mit neuen Pil-grimmen und Lebensmitteln häufig im Hafen St. Si-meon landeten, dachten die Herren ernstlichst daran, dieBelagerten so einzuschließen, daß sie die Straße dahinnicht fernerhin unsicher machen könnten. Darum be-schlossen sie nach gemeinschaftlicher Ueberlegung, an der
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