Gründung des Königreichs Jerusalem. 171
Len, gerufen wurden, um an der Belagerung von Antio-2-^097.chien Lhcil zu nehmen.
Das große Heer der Wallbrüder fand überall, seitKilidsch Arslens Niederlage, freundliche Aufnahme; denndie Türken, welche in den von Griechen oder Armencrnbewohnten Städten waren, verließen sie, sobald dasHeer sich näherte, oder wurden wie zu Artasia, vonden Einwohnern erschlagen. Den Wallbrüdern wurdenLebensmittel in großer Menge und für Weniges geliefert.
Dafür schenkten sie die von den Türken verlassenen Städteden Christen dieser Gegend, welche sich verdient um sie ge-macht hatten. Aber nur von kurzer Dauer war das an-genehme Gerücht, daß Antiochien aus Furcht vor ihnenvon den Türken verlassen scy, denn die Krieger, welcheGraf Raimund dahin absandte, um die Stadt einzuneh-men, brachten, che sie nach Antiochien gelangten, in Er-fahrung, daß die Stadt mit Streitern, Waffen und Le-bensmitteln furchtbar gerüstet scy. Als alle Pilger, außerBalduin, der zu Edessa blieb, sich bey Artasia, vier Mei-len^) von Antiochien, versammelt, ward auf Antrag desBischofs von Puy von neuem beschlossen, daß niemand oh-ne Einwilligung aller Herren das Heer verlassen sollte, umauf eigne Abenteuer auszugehen. Dann ward der GrafRobert von der Normandie mit einem Haufen Ritter undFußvolks ausgesehickt, um das Land bis nach Antiochienauszukundschaftcn. Er fand die steinerne Drücke überden Fluß Jfrin, welche mit zwei) starken Thürmen anLeyden Seiten geschützt war^), von hundert Türken,
2 «) iniIliZi'is. die Schriftsteller diese Brücke poos
2?) CS ist ein Fehler, wenn terreus, und den Fluß OrontcS