Gr unbillig des Königreichs Jerusalem. 49
dessen Anliegen mit der schauderhaftesten Erzählung derLeiden, welche die Mutter aller Kirchen von ihren Tyran-nen erdulde. Zu dieser Zeit, wo Urban in Rom selbst sei-nes Lebens kaum sicher war, vor dem Gcgenpapsi Guibertund dessen Anhängern, gab er dem Flehen der morgenlau«Lischen Kirche um Hülfe gegen ihre Bedrücker Gehör; denndie Papste verrichteten oft die gewaltigsten Thatcn, wennihre Macht in Rom am schwächsten war. Urban lobtePeters frommen Eifer und bevollmächtigte ihn durch Briefean die Großen der Christenheit als seinen und der Kirchezu Jerusalem Gesandten. Nun durchstrich Peter zuerstganz Italien, überstieg dann die Alpen und fand allenthal-den Beyfall und Gehör. Er trat nicht bloß vor denGroßen, sondern lieber vor dem Volke auf, las die Briefedes Patriarchen und anderer Christen vor, und bestätigteund unterstützte ihre bittcrn Klagen, erzählte das Gesicht,in welchem der Sohn Gottes selbst zu seinem Gesandtenihn erklärt, ja er wies selbst einen vom Himmel gefalle-nen Brief vor, in welchem alles, was er berichtete undversprach, bestätigt wurde 2). Die Geschenke, mit wel-chen die frommen Christen ihn überhäuften, wandte eran, um Arme zu unterstützen, oder geschwächte Weiberauszusteuern und ihnen Männer zu verschaffen. Er stellteEinigkeit und Friede her, wo er Uneinigkeit und Streitfand; denn seine Anssprüche wurden als Aussprüche Got-tes geachtet. Das Volk ehrte ihn als Heiligen und sollsogar die Haare, welche seinem Maulthier abfielen, alSReliquien gesammelt haben.
») Orcleric. V.irslis all ne liberslig: prosritutsg rnulis-s. 1096. res non sine gun inunero nnirici,
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