Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
603
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Vierhundert und achtnudzwanzigste Ucht. 003

bösen Teufel. Je näher er dein schwarzen Wesen kam, je mehr Sprüche sagte er her.Als er endlich dem Geiste, dessen Füße in der Tiefe der Erde ruhten und dessen Hauptbis zu den Wolken reichte, gegeuiiberstand, verbeugte sich jener vor ihm und sagte:Fürchte dich nicht vor mir, ich bin ein muselmännischer Einwohner dieser Insel undglaube, wie du, an die Einheit Gottes. Ich habe von deiner Ankunft und von deinerganzen Geschichte Nachricht erhalten, und da ich aus diesem Lande auswandcrn undei» unbewohntes Land fern von hier beziehen will, um dort in der Einsamkeit Gottanzubcten, so werde ich euch begleiten und euer Führer sepn, bis ihr diese Insel verlasset."Hassan nahm das Anerbieten dieses Geistes mit Dank an und hoffte, durch ihn allerweitern Gefahr zu entgehen. Die folgende Nacht verging schnell bei muntcrm Gespräch.Hassan erzählte seiner Gattin alle seine Abenteuer, sie entschuldigte ihre Flucht, so gutsie konnte, und entwarf ein trauriges Bild von ihrem inzwischen geführten Leben; dabeiflogen die Pferde mit ihnen wie der Blitz. Als der Morgen heranbrach, griffen sienach dem Qucrsack, aßen und tranken, reisten daun wieder weiter, immer mit demGeiste vor ihnen her, der sie auf einem unbetretenen Wege am Ufer des Meeres führte.So setzten sie einen ganzen Monat lang ihre Neisc durch Berg und Thal fort. Amcinunddreißigsten Tage erhob sich auf einmal ein Staub hinter ihnen, der die ganzeAtmosphäre verdunkelte. Hassan war ganz blaß, als er den Staub sah, und dazunoch ein furchtbares Schreien und Lärmen hörte, und die Alte rief ihm zu:MeinSohn! die Truppen der Inseln Wak Wak haben uns eingeholt und werden sogleich Handan uns legen; schlage die Erde mit deinem Scepter." Als Hassan dies that, erschiene»die sieben Könige wieder, grüßten ihn und sagten:Fürchte nichts! besteige mit deinerGattin und deinen Kindern diesen Berg und laß uns hier unten. Wir wissen, daßihr in der Wahrheit seyd, eure Feinde aber im Jrrlhum leben; Gott wird uns denSieg über sie verschaffen." Hassan und die Seinigcn stiegen dann von den Pferdenherunter und ließen sich von Geistern auf den Berg tragen. Dann kamen die Bewohnerder Inseln Wak Wak mit ihren Anführern in zwei Abtheilungen herangezogen und stelltensich in Schlachtordnung auf. Nach einer kleinen Weile erschienen Hassans Schutzgeistermit ihren Schaarcn ihnen gegenüber und der Angriff ward allgemein. Die Djinncnspien Feuer, daß der Rauch bis zum Himmel stieg, die Köpfe flogen von den Rümpfenherunter, das Blut floß in Strömen, das Getöse nahm immer zu, das Schwert wargeschäftig, die Kriegsflammc loderte hell auf, die Mnthigcn sprangen voran, die Feigenentflohen. Der Richter der Wahrheit entschied zwischen ihnen: die Einen kamen um,die Andern wurden gerettet; so dauerte der Kampf den ganzen Tag fort. Des Abends