Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
525
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Vierhundert und siebente Vucht.

geführt zu haben, weil sie einsah, daß sie es nur aus Schlauheit gewünscht hatte. Sieöffnete selbst die Schatzkammer, und Masrur grub die Kiste hervor, nahm das

Federnklcid heraus, legte es in ein Tuch und brachte es der Frau Subeida. Diesebetrachtete es von allen Seiten und es gefiel ihr sebr, denn es war mit vieler Kunstgearbeitet. Sie fragte dann die Prinzessin:Ist dies dein Federnklcid?" und als ihreFrage bejaht wurde, überreichte sie es ihr. Die Prinzessin freute sich sehr, als sie ihrKleid noch fand wie es war, sie entfaltete es, nahm ihre Kinder zu sich, umhüllte dasGewand und ward nach des erhabenen Gottes Bestimmung wieder ein Vogel. DieFrau Subeida und alle Anwesenden waren höchst erstaunt, als die Prinzessin sich hinund her schwang, wie ein Vogel einhcrschritt und mit den Flügeln flatterte. Siefragte mit klarer Zunge:Gefällt euch dies?" Die Anwesenden antworteten:O ja,schöne Dame, was du machst, ist schön." Da sagte sie:Das ist aber noch schöner,"und breitete ihre Flügel aus und flog mit ihren Kindern auf die Terrasse desSchlosses. Voller Verwunderung rief die Frau Subeida abermals:Bei Gott! wasdu thust, ist schön." Die Prinzessin aber, die nach ihrer Heimath zurückfliegen wollte,sprach folgende an Hassan gerichtete Verse:

Du hast mich verlassen, um deine Freundinnen zu besuchen, du lebst beiihnen recht vergnügt und hältst das Leben für sehr klar und wolkenlos; ichmußte allein im Liebesnetze zu Hause zurück bleiben, denn mein Kleid warverborgen und du empfahlst deiner Mutter, cs wohl zu verwahren. Doch ichhörte und merkte mir dies und freute mich sehr darüber. Darum wünschte ich