Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
135
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Zweihundert und einuudachtziglie Nacht.

MW

wirklich Fürst der Gläubigen? Wäre es ein Traum, wie könnte Alles so in Ordnungauf einander folgen und ich meiner Sinne so Herr seyn." Als er das Gebet vollendethatte, umgaben ihn Mamelucken und Sklavinnen mit seidenem Weißzeug; dann kleidetensie ihm das Ehrenkleid des Chalifen an und gaben ihm ein langes Schwert in dieHand; ein großer Sklave ging voraus und kleine Mamelucken folgten ihm nach, bis siezum Audienzsaal kamen, da hoben sie den Vorhang auf und er setzte sich ans denThron des Richters und Beherrschers der Gläubigen. Hier sah er die vielen Vorhänge,die vierzig Thüren, die schönen Gemälde und Statuen, den Gesellschafter Abu Jshak;um ihn blinkten Schwerter, vergoldete Klingen, scharftreffcnde Pfeile nebst Bogen; ersah Perser, Araber, Türken, Deilamiten und eine Menge Prinzen, Veziere, Truppenund Volk, so wie die Vornehmen des Reichs und die Herren der Gewalt; die Machtder Abassiden und das Ehrfurcht gebietende Ansehen des Propheten erschienen ihm involler Pracht. Er setzte sich auf den Thron des Chalifen und legte das Schwert auf

seinen Schoß. Da kamen alle Leute, küßten die Erde vor ihm und wünschten ihm einlanges Leben. Drauf trat Djasar, der Barmakide, hervor, küßte die Erde und sprach:Mögen deine Füße den Boden Gottes betreten, das Paradies deine Wohnung seyn,und die Hölle die deiner Feinde! Niemand thue dir was zu leide und das Feuer derHölle glimme nicht für dich, großmächtiger Chalif und Beherrscher der Länder unterder Sonne!" Abul Hassan schrie ihn an:Hund der Söhne Barmak's! Geh