Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
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Zweihundert und zweiundsiebenzigste Nacht.

Aie zuerst starben, erzählte Sr'ndbad weiter, wurden von den Andern begraben;ich für meine Person erfüllte die letzten Pflichten gegen alle meine Gefährten, was jedocheuch, meine Freunde! nicht wundern darf; denn außerdem, daß ich mit meinem Antheilan den Lebensmitteln sehr sparsam war, hatte ich noch andere, die ich vor den Augenmeiner Kameraden zu verbergen bemüht gewesen war. Als ich den Letzten begrub,blieben mir noch soviel Lebensmittel übrig, daß ich nicht weit Hamit reichen konnte;ich grub mir daher mein Grab, entschlossen, hinein zu springe», wenn ich mein Endenahe fühlen würde, da doch Niemand da war, mich zu begraben. Während ich damitbeschäftigt war, konnte ich mich nicht enthalten, mir Vorstellungen darüber zu machen,daß ich Schuld an meinem eigenen Unglücke scy, und meine Neue zu gestehen, daß ichabermals mich auf die Reise begeben habe. Ich hielt mich nicht bloß bei denBetrachtungen auf, ich zerfleischte vor Wuth meine Hände, und es fehlte wenig, sohätte ich mir den Tod gegeben.

Gott, der Allmächtige! hatte abermals Mitleiden mit mir und flößte mir denGedanken ein, auf den Fluß zuzugehen, der sich unter dem Gewölb der Grotte verlor.Nachdem ich dessen Lauf einige Zeit betrachtet hatte, sagte ich zu mir: Dieser Fluß,der auf diese Weise unter die Erde fließt, muß nothwendig an irgend einer Stellewieder hervortreten. Wenn ich ein Floß baue und mich damit dem Laufe des Wassersanvertraue, so werde ich entweder an einem bewohnten Orte ankommen oder zu Grundegehen; ist Letzteres der Fall, so habe ich bloß eine Todesart gegen die andere getauscht;geschieht mir aber das Gegentheil, so werde ich nicht allein dem traurigen Loos meinerKameraden entgehen, sondern sogar noch eine Gelegenheit finden, Reichthümcr zu