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1 (1838)
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782
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I.

788 Zweihundert und dreiundzwanzigste Nacht.

welches dieser Mensch in dieselben setzt, erlanben mir zu thun, was du mir befohlenhast: habe also die Gnade, mich des traurigen Amtes der Wiedervergeltung zu übcrheben."Der Chalif lobte Nureddins edle Gesinnung, glaubte aber doch, der Gerechtigkeitdieses Opfer bringen zu müssen. Er rief daher Ma srur herbei, welcher keinen Anstandnahm, das Urtheil an Mn in augenblicklich zu vollstrecken.

Der Chalif wollte Nureddin wieder nach Bassora schicken, um die Regierungdaselbst zu übernehmen,' aber Nureddin bat, er möchte ihn auch hievon entbinden,indem er verstellte:Beherrscher der Gläubigen! die Stadt Bassora ist mir nachdem, was mir darin widerfahren ist, so zuwider geworden, daß ich es als einenaußerordentlichen Beweis deiner Gnade ansehen würde, wolltest du mir vergönnen, denSchwur zu halten, den ich gethan, mein Lebenlang nicht wieder dahin zurückzukehren.Da du mich jedoch eines so großen Vertrauens gewürdigt hast, so bekenne ich, daß ichmeinen größten Ruhm darein setzen würde, in deiner näheren Umgebung zu bleiben unddeiner Person meine Dienste zu widmen." Der Chalif, dessen Achtung für Nureddinimmer mehr stieg, willigte gern in dieses Begehren und nahm ihn in die Zahl seinervertrautesten Hofleute und Gesellschafter auf. Dann ließ er die schöne Perserin holen,gab sie Nureddin wieder und wies dem reichlich beschenkten Paar einen prächtigenPalast in Bagdad zur Wohnung an. Er überhäufte sie mit Wohlthaten undGunstbezeigungen und hatte seine innigste Freude an ihrer Glückseligkeit, die er so oftmit ihnen theilte, als es ihm seine Regierungsgeschäfte erlaubten.

Was den König von Bassora betrifft, so begnügte sich der Chalif damit, ihm

eingeschärft zu haben, wie vorsichtig er bei der Wahl seiner Veziere seyn müsse, und

schickte ihn in sein Königreich zurück.

Das ist die Geschichte Nureddins und der schönen Perserin, schloß Schehersad,und Dinarsad dankte ihr auf's verbindlichste für das Vergnügen, welches sie ihrdurch die Erzählung derselben bereitet habe. Gerne würde ich eine noch viel wunderbarereGeschichte von dem Prinzen Kamr essaman erzählen, fuhr Schehersad fort,wie er Bedur, die Tochter des Königs Ghaiur, liebte und zu ihr reiste, undwelche Abenteuer die beiden Liebenden zu bestehen hatten. Aber ich sehe den Tag

heraufsteigcn und weiß nicht, ob es mir vergönnt sepn wird, morgen fortzufahren.

Hiemit schwieg sic; und der Sultan, der sich noch nicht entschließen konnte, sietödten zu lassen, willigte ein, sie in der folgenden Nacht zu hören.