Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

'!

Imeihnndertste

«MR

MM

Sch eher lad erzählte weiter: Als das Mädchen wieder zu dem Juwelier in die

Moschee kam, brachre sie zwei schwere, mit Geld gestillte Beutel mit, welche sic ihmübergab und sagte:Nimm und befriedige deine Freunde. Geh' mit Gottes Schutz!Wo treffen wir uns wieder?" Der Juwelier erwog die Beutel und erwiderte:Hierist weit mehr, als nöthig, um meine Freunde zu bezahlen; aber ich will es als Andenken !an die Großmuth deiner Gebieterin annehmen und bewahren. Wenn du mir aber ^wieder etwas von Scheins Unna har mitzuthcilen hast, so suche mich in dem Hausichaus, wo wir uns zum ersten Male gesehen; ich werde Sorge tragen, daß der Aufenthalt ldort gesichert ist." Das Mädchen verabschiedete sich, der Juwelier aber trug das Geldnach Hause. Er fand in den Beuteln 2000 Dinar, worüber er sich sehr freute, dennes blieb ihm, nachdem er Allen Schadenersatz geleistet halte, eine schöne Summe übrig,um sein anderes Haus schön und anständig mit Gerätst ausstattcn kaffen zu können.Er begab sich sogleich mit seinen Dienern in dasselbe, ließ Arbeiter kommen und neueTbüren und Fenster einsetzen, die viel schöner und prächtiger ausfielen, als die früheren.Um das Haus zu hüten, ließ er auch einige Mädchen daselbst.

Die Freude, sich wieder in solchen Umständen zu sehen, ließ ihn schnell alles ihmwiderfahrene Ungemach vergessen, und frohen Muthes und leichten Sinnes ging erzu Ali. Dessen Diener kamen ihm sogleich freudig entgegen, ihn auf's herzlichste gleicheinem lange ersehnten Besuche bewillkommnend und ihn sogleich zu Ali führend, der ineinem bemitleidenswertsten Zustande auf seinem Lager ausgestreckt lag und kaum einWort reden konnte. Der Juwelier setzte sich neben ihn und ergriff sachte seine Hand,worauf Ali seine Augen öffnete und ihn stillschweigend begrüßte. Mit matter Stimme

81