Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
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Hundert und nchtundsiebenzigste Nacht.

Schehersad erzählte weiter:Scheins Unnahar strahlte unter diesen Mädchen

wie die Sonne unter den Wolken hervor. Sie hatte einen blauen goldgestickten Mantelumgeworfen, der wohl crrathen ließ, welche kostbaren Kleider und Juwelen darunterverborgen seyn müßten; sie ging langsamen Schrittes majestätisch einher, bis sie denThron erreichte, auf den sie sich setzte.

Ali konnte sie nun näher betrachten, sah dann den Spccereihändler an, biß sichauf die Finger, daß sie beinahe vom Gelenke fielen, und sagte:Nachdem man soEtwas gesehen, hilft alles Erzählen nichts mehr, und wenn man Ueberzcugung hat,schwindet der Zweifel.'" Er sprach dann folgende Verse:

»Hier ist der Anfang meines Elends, hier beginnt mciw langdancrnderGram »nd mein Liebcsschmerz. Nach diesem Anblick kann mein Herz keinenAugenblick mehr seine frühere Ruhe behaupten. O Seele, beim allmächtigenGott! sage diesem durch Liebcspcin geschwächten Körper Lebewohl und verlassemich in Frieden I"

Er sagte dann zu dem Spccereihändler:Du hast mir keine Wohlthat erzeigt:

hättest du mir vorher etwas von diesen Herrlichkeiten gesagt, ich würde mich dazu nichtverstanden haben, dir zu folgen; ich wäre trotz meiner Leidenschaft doch standhaftgeblieben." Er fing dann an zu weinen; seine Augen füllten sich mit Thränen wie einSee, und er blieb wie ein Wahnsinniger vor ihr stehen. Da sagte der Specereihändlcrzu ihm:Ich habe nur Gutes mit dir beabsichtigt; ich fürchtete, dir die Wahrheit zusagen, weil du sonst vor allzugroßer Liebe und Sehnsucht verhindert werden konntest,