Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
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572
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572 Kundert und siebenundsiebenzigste Nacht.

Ali rief aus:Sehr schön und wie neu!" Die Sklavin sang weiter:

Mit der entferntesten Hoffnung neige ich mich liebend zu dir. Doch washelfen den Liebenden Sebnsuchtsseufzer, deren kältester ein Fcnerbrand ist?"

Der Jüngling seufzte tief und sagte:O Mädchen, du hast ausgezeichnet wahrund schön gesungen!" Er wiederholte dann die Verse und bat sie, weiter zu singe».Da sprach sie:

O du, zu dem meine Liebe immer wächst, bemächtige dich meinesHerzens wie du willst; lösche durch deine Nähe die Flamme eines Herzens, dasEntfernung und Trennung zerfließe» machte. Nimm, was du willst, an Schuldund Lohn: mir bleibt doch kein anderer Lohn, als der Märtprcrtod."

Ali weinte auf's Neue und wiederholte die Verse. Auf einmal erboben sich alleMädchen, stimmten ihre Instrumente und sangen im Chor folgende Verse:

»Gott ist groß! Nun ist der Vollmond anfgegangcn und vereint ist dieGeliebte mit dem sie so innig Liebenden. Wer Hai je die Sonne und denleuchtenden Vollmond in, Garten der Ewigkeit oder in dieser Welt beisammengesehen ?"

Ali und Abul Hassan blickten überrascht auf die Mädchen; doch vergrößerte sichihre Ueberraschung, als sie die Sklavin, die bei Hassan im Laden war und sic hiehergebracht hatte, an dem Ende des Gartens erblickten; ihr folgten zehn Sklavinnen, welcheeinen großen, aus gediegenem Silber gegossenen Thron trugen, diesen stellten siezwischen die Bäume und sich selbst hinter ihn. Nach ihnen kamen zwanzig Mädchenwie der Vollmond, mit mancherlei Instrumenten in den Händen, und in Kleidern, dievo» Juwelen und Perlen strahlten; sie sangen Alle zusammen, als hätten sie nur EineStimme, bis sie den Thron erreichte»; hier stellten sie sich zu beiden Seiten auf, ohnedas Spiel zu unterbrechen.

Sie waren so ausgezeichnet in ihrer Kunst, daß es Ali und Ab ul Hassan vorkam,als wenn sich der ganze Palast mit ihnen bewege. Es kamen dann noch andere zebn