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Hundert und sechsund sechzigste Nacht. 541
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wenn ich nun immerfort handle, bis ich 10,000 Dirham habe, so kaufe ich allerleiJuwelen und Parfümerien, die mir einen ungeheuren Gewinn verschaffen. Unterdessenschaffe ich mir auch ein schönes Haus an, so wie Sklaven, Diener und Pferde, esse,trinke und belustige mich und lasse keinen Sänger und keine Sängerin in der Stadtverweilen, ohne sie zu mir zu laden, und bald werde ich, so Gott will, ein Capital von100,000 Dirham zusammcnbringen. So weit rechnete er in seiner Phantasie, währendder Korb mit Glaswerk für 100 Dirham vor ihm stand. Er rechnete dann noch weiterund dachte: ich werde dann den Makler beauftragen, für mich um die Tochter des Vesirszu werben, denn ich habe schon vernommen, daß sie alle gute Eigenschaften besitzt,ausgezeichnet schön ist und ein feines Benehmen hat: ich werde 1000 Dinar für ihreHochzeitsnacht geben. Willigen sie ein, gut; wo nicht, so entführe ich sie ihrem Vaterzum Trotze mit Gewalt; und ist sie einmal bei mir im Hause, so kaufe ich zehn jungeKnaben als Diener, schaffe mir königliche Kleider an und lass' mir einen goldenen Sattel,l mit kostbaren Edelsteinen besetzt, verfertigen; ich lass' Mameluken vor und hinter mir herreiten und reite so in der Stadt herum, wo alle Leute mich grüßen und mir Glück wünschen.Wenn ich nun zum Vesir komme mit Mameluken zur Rechten und zur Linken, so steht ervor mir auf und läßt mich an seinen Platz sitzen, und setzt sich unter mir, weil ich seinSchwiegersohn ' bin. Ich habe dann zwei Diener bei mir, die zwei Beutel mit 2000Dinar, die ich für die Hochzeitsnacht bestimmt, tragen; ich nehme nämlich 1000 Dinarmehr als ich versprochen, damit sie daran meine Männlichkeit und meinen Stolzerkennen, und sehen, wie klein die Welt in meinen Augen ist. Sodann gehe ich wiedernach Hause, und kömmt Jemand mit einem Aufträge von meiner Frau zu mir, so gebeich ihm schöne Kleider und mache ihm allerlei Geschenke, kömmt aber Jemand mit einemGeschenke, so geb' ich's ihm zurück und nehm' es nicht an. Ich lasse mich dann vonmeinen Dienern ankleiden, meine Braut in der Stadt herumführen und mein Haus rechtschön aufputzen. Und wenn die Zeit kömmt, wo ich bei meiner Frau allein bleiben soll,so ziehe ich mein kostbarstes Kleid an und setze mich auf einen seidenen Divan, lehnemich an und blicke weder rechts noch links, um recht vornehm, ernst und schweigendauszusehen; und wenn meine Frau, schön wie der Mond, mit ihrem Schmuck vor mir steht,werde ich sie gar nicht mit Erstaunen und Bewunderung ansehen, bis alle Anwesendensagen: „O unser Herr! wende dich doch deiner Frau und Sklavin zu, die vor dirsteht, und schenke ihr doch einen gnädigen Blick: es schadet ihr, wenn sie so lange stehl."
' Es sollte umgekehrt sch», doch verzecht man dieses dem phautasircnden Araber.