^60 Hundert und fünfunddreißigste Nacht.
ihm in's Bad, und als ich hcrauSkam, schenkte er mir ein Ehrenkleid und ernanntemich zum Aufseher des Spitals. Als ich mit ihm allein im Bad war, und die Pfört-nerin und die Diener seine Kleider nahmen und er ganz nackt dastand, sah ich, daßseine rechte Hand ganz vor Kurzem erst abgeschnitten worden, und daß dies die Ursacheseiner Krankheit war. Ich wunderte mich sehr darüber und bedauerte seine Jugend,und ward ganz niedergeschlagen darüber. Als ich ihn näher betrachtete, sah ich anseinem Körper Spuren von Schlägen; er hatte schon Oele, Salben und Arzneiengebraucht, doch blieb noch ein Mal an der Stirne; dies betrübte mich so sehr, daß ermir's anmerkte und sagte: „O Arzt! wundere dich nicht über mich; ich werde dir
seiner Zeit eine wunderbare Geschichte erzählen." Wir wuschen uns dann, gingen nachHause zurück, aßen Suppe und ruhten uns aus. Da sagte der Jüngling: „Hast duLust, im Freien spazieren zu gehen?" und als ich ja sagte, befahl er den Sklaven, einigesNöthige mitzunehmcn, auch ein gebratenes Lamm und Früchte. Wir gingen in einenGarten, spazierten eine Weile umher, dann setzten wir uns und aßen. Als wir vollendet
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