Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
346
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346 P r e i u n L II c u n z i g st e Nacht.

Er durchlas dann noch einmal die Schrift seines Bruders, und fand darin, wieer nach Basra gekommen, sich verlobt und geheirathet, und wie seine Frau einen Sohngeboren hatte. Als er mit vielem Erstaunen die Begebenheiten seines Bruders mit denseinigen verglich, fand er, daß, wie er es vorher beschlossen, er und sein Bruder andemselben Tage heiratheten und an demselben Tage Väter geworden, und daß nun seinNeffe seiner Tochter Gemahl ward. Er ging sodann mit dem Papier und dem Beutelzum Sultan, und erzählte ihm Alles, was vorgefallen. Der Sultan war höchst erstauntdarüber, und befahl, daß alles dieses in die Chronik ausgeschrieben werde. Der Vesirging dann nach Hause, um seinen Neffen zu erwarten, der aber nicht kam; er erwarteteihn sieben Tage lang und konnte nichts von ihm hören. Hierauf beschloß er, etwas zuthun, was noch Niemand vor ihm gethan hatte. Er nahm Dinte und Papier, und

schrieb darauf ein Verzeichniß von Allein, was im Zimmer war, ließ es dann Hinweg-räumen, und legte auch den Turban, den Beutel und die Beinkleider dazu."

Schehersad bemerkte hier den Tag und schwieg; in der folgenden Nacht aber fuhrsie fort: